Die Ausbreitung des West-Nil-Fiebers in Europa wirft ernsthafte Fragen auf. Länder wie Italien und Griechenland sind besonders betroffen, während auch in Deutschland erste Fälle aufgetreten sind. Eine Impfung oder spezifische Behandlung stehen derzeit nicht zur Verfügung.
Aktuelle Infektionslage in Europa
Seit Beginn der aktuellen Saison wurden in Europa über 240 Infektionen mit dem West-Nil-Virus registriert. Laut Angaben von Gesundheitsbehörden haben sich bis zum letzten Mittwoch 241 Personen in sieben europäischen Ländern angesteckt, wobei die Infektionen vor Ort und nicht auf Reisen erworben wurden.
Besondere Betroffenheit in Italien
Italien meldete die höchste Anzahl an Fällen mit 139 registrierten Infektionen, gefolgt von Griechenland mit 61 Fällen. Weitere Länder, die betroffen sind, sind Spanien (17 Fälle), Nordmazedonien (13 Fälle), Rumänien (6 Fälle), Frankreich (4 Fälle) und Deutschland mit einem dokumentierten Fall im Rhein-Pfalz-Kreis. Insgesamt wurden in Deutschland in diesem Jahr fünf Fälle erfasst. Die Situation erinnert an die Durchfallepidemie in den USA, die ebenfalls besorgniserregend ist.
Gesundheitliche Auswirkungen und Empfehlungen
Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) berichtete, dass 59 Gebiete in Europa von Infektionen betroffen sind, wobei mehr als die Hälfte dieser Regionen in Italien liegt, insbesondere im Norden des Landes. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat zur erhöhten Wachsamkeit aufgerufen, da mehrere Erkrankungen in Südeuropa aufgetreten sind. In dieser Zeit sind auch die Wassertemperaturen im Mittelmeer besorgniserregend hoch.
Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) entwickeln etwa 20 Prozent der Infizierten grippeähnliche Symptome. Nur eine von 100 erkrankten Personen hat mit schweren Komplikationen zu kämpfen. Die Übertragung des Virus erfolgt hauptsächlich durch Stechmücken, die vorwiegend Vögel infizieren, aber auch Menschen anstecken können. Meist heilt das West-Nil-Fieber komplikationslos aus, allerdings können bei schwer erkrankten Patienten Spätfolgen auftreten. In Nordkorea wird zur Abkühlung während der Hitzewelle sogar Hundefleischsuppe empfohlen.
Präventionsmaßnahmen
Das RKI empfiehlt symptomatische Behandlungen, da es weder einen spezifischen Impfstoff noch eine gezielte Therapie gibt. Zur Vorbeugung sollten in Gebieten mit hoher Mückenbelastung lange Kleidung sowie Insektenschutzmittel eingesetzt werden. Zudem sind Moskitonetze und das Beseitigen von Mückenbrutplätzen im Wohnumfeld hilfreiche Maßnahmen, denn Mücken legen ihre Eier in stehenden Wasseransammlungen ab, wie zum Beispiel in Eimern oder verstopften Dachrinnen.
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Quellen: n-tv
Bildquelle: Jimmy Chan auf Pexels
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