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US-Staatsverschuldung überschreitet 40 Billionen Dollar: Globale Märkte unter Druck

Die US-Staatsverschuldung überschreitet die 40-Billionen-Dollar-Marke und beeinflusst global die Märkte. Experten warnen vor den Risiken eines möglichen konjunkturellen Rückgangs, der das Defizit weiter ansteigen lassen könnte.

US-Staatsverschuldung überschreitet 40 Billionen Dollar: Globale Märkte unter Druck
Berlinwriter via Wikimedia Commons (CC0)

US-Staatsverschuldung auf Rekordniveau und ihre globalen Auswirkungen

Die Schuldenkrise in Griechenland ist mittlerweile überwunden, doch die Schuldenuhren weltweit ticken unaufhörlich weiter. In diesem Kontext spielen die Vereinigten Staaten, unter der Ägide von Präsident Trump, eine Schlüsselrolle. Im internationalen Vergleich wirkt Deutschland zwar stabiler, jedoch gibt es auch hier Herausforderungen, die nicht ignoriert werden können.

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Prognosen der OECD deuten darauf hin, dass die Staatsverschuldung der führenden Industrienationen in diesem Jahr einen neuen Höchststand erreichen wird. Besonders alarmierend ist der rasante Anstieg der US-Staatsverschuldung, die im August die 40 Billionen Dollar-Marke (etwa 34,87 Billionen Euro) überschritt. Allerdings sind die USA nicht die einzigen Nationen, die mit steigenden Schulden konfrontiert sind. US-Militär erkennt Munitionsengpass im Iran-Konflikt an.

Seit 2007 hat sich die Staatsverschuldung der 38 OECD-Länder nahezu verdreifacht, von 22,5 Billionen Dollar im Jahr 2007 auf geschätzte 61 Billionen Dollar im Jahr 2025. Ein zentraler Treiber dieses Anstiegs sind die USA, deren Schulden in diesem Zeitraum von 9 Billionen auf 40 Billionen Dollar angewachsen sind. Laut dem US-Finanzministerium wächst die amerikanische Schuldenlast täglich um mehr als sechs Milliarden Dollar.

Alarming Trends in der US-Schuldendynamik

Die Schuldenentwicklung in den USA wird von Björn Griesbach, Leiter der Kapitalmarkt- und makroökonomischen Forschung bei Allianz Investment Management, als besorgniserregend beschrieben. Die Allianz, mit einem verwalteten Vermögen von über zwei Billionen Euro, zählt zu den weltweit bedeutendsten Kapitalanlegern.

Für das laufende Jahr wird ein US-Haushaltsdefizit von etwa 5,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) prognostiziert, was sich in der Nähe historischer Höchststände außerhalb von Rezessionen bewegt. Griesbach warnt, dass ein konjunktureller Rückgang das Defizit signifikant erhöhen könnte; dieses Risiko betrifft auch andere Länder wie Frankreich, Italien, Deutschland und Japan.

US-Schuldenquote erreicht 124 Prozent

Wenn man die Schulden im Verhältnis zum BIP betrachtet, erscheint der Anstieg der US-Verschuldung weniger dramatisch. Seit 2016 ist das BIP der USA von 19 auf 32 Billionen Dollar gewachsen, was dazu geführt hat, dass die Schuldenquote von 107 auf 124 Prozent angestiegen ist.

Japan hat mit über 200 Prozent die höchste Schuldenquote weltweit, wie die Daten des Internationalen Währungsfonds (IWF) zeigen. Katharina Utermöhl, Ökonomin bei Allianz, hebt hervor, dass diese Entwicklung ein globales Phänomen darstellt und nicht nur die USA, sondern auch Japan, Frankreich und Deutschland betrifft. Deutschlands Verschuldungsgrad bleibt mit knapp 65 Prozent im internationalen Vergleich relativ niedrig, dennoch ist die Neuverschuldung hoch.

Rasantes Wachstum der Verschuldung in China

In China hat sich die Staatsverschuldung in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt und wird voraussichtlich bis Ende dieses Jahres fast 107 Prozent des BIP erreichen. Gleichzeitig wird erwartet, dass die Verschuldung des Privatsektors bis 2025 auf 313 Prozent ansteigt. Diese Entwicklung ist eng mit Chinas Kredit-finanzierter Exportstrategie verknüpft.

Fehlende Grenzen für problematische Verschuldung

Wie gefährlich diese Entwicklungen tatsächlich sind, bleibt unklar. Der Würzburger Ökonom Peter Bofinger weist darauf hin, dass es keine klaren Schwellenwerte gibt, ab wann eine hohe Verschuldung problematisch wird. Japan zeigt, dass ein Land auch mit einer Schuldenquote von über 200 Prozent existieren kann, solange der Großteil der Schulden intern gehalten wird.

Ein Risiko tritt auf, wenn ein Land in einer fremden Währung verschuldet ist oder Kapital abfließt, was zu einer Abwertung der Währung und Inflation führen kann. Für die USA wäre es kritisch, wenn das Vertrauen der globalen Investoren in den Dollar, der bisher als sicher gilt, schwinden würde.

Warnzeichen durch steigende Zinsen

Ein Anzeichen für abnehmendes Vertrauen in die USA zeigt sich im Anstieg der Renditen zehnjähriger US-Anleihen auf fünf Prozent, dem höchsten Stand seit 2007. Bofinger betont, dass die hohen Zinsen für US-Staatsanleihen ein Hinweis darauf sind, dass auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die USA nicht auf Dauer positiv bleiben können.

Fiskalische Dynamik in anderen Ländern

Henning Potstada, Mitglied der Geschäftsführung bei DWS, sieht die fiskalische Dynamik in einigen Staaten als bedenklich an. Gleichzeitig weist er jedoch darauf hin, dass die USA strukturelle Vorteile genießen, wie den Dollar als globale Leitwährung und das hohe Wachstumspotenzial ihrer Wirtschaft.

Im Gegensatz dazu haben frühere Sorgenkinder wie Italien, Spanien und Griechenland ihre Schuldenstände erfolgreich gesenkt. Potstada stellt fest, dass trotz der besorgniserregenden fiskalischen Situation in den USA eine weltweite Schuldenkrise nicht unmittelbar bevorsteht.

Auswirkungen auf die Bevölkerung

Für viele Bürger ist die Schuldenlast ihrer Regierung ein abstraktes Konzept. Dennoch sind die Konsequenzen spürbar. Wachsende Schulden führen zu höheren Zinszahlungen, was bedeutet, dass Regierungen weniger Mittel für Investitionen, sozialen Wohnungsbau oder Sozialleistungen zur Verfügung haben. Berechnungen des Ifo-Instituts zeigen, dass die Zinszahlungen der Bundesregierung bis 2030 von 50 Milliarden auf 100 Milliarden Euro jährlich anwachsen könnten.

Regierungen könnten versuchen, Ausgaben zu reduzieren oder Steuern zu erhöhen, was jedoch oft unpopulär ist. Eine dritte, direkte Möglichkeit, die die Bürger belasten würde, ist die Erhöhung der Inflationsrate, die sowohl den Wert des Geldes als auch der Schulden verringert. Utermöhl von der Allianz betont, dass signifikante fiskalische Einsparungen oder Steuererhöhungen aufgrund bevorstehender Wahlen und zunehmendem Populismus kaum zu erwarten sind. Langfristig könnte das schleichende Weginflationieren der Schulden die einzige praktikable Lösung darstellen.

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Quellen: n-tv, Die Zeit

Bildquelle: Berlinwriter via Wikimedia Commons (CC0)

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

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