Die Fruchtsaftmarke Punica hat zum wiederholten Male ihre Produktion eingestellt. Diese Maßnahme folgt auf ein misslungenes Comeback, das im Jahr 2024 mit neu gestalteten Flaschen und einer nostalgisch anmutenden Werbekampagne gestartet wurde.
Ein historischer Rückblick auf Punica
In den 80er und 90er Jahren war Punica ein beliebtes Getränk, vor allem unter Kindern. Die eingängigen Werbeslogans wie „Komm in die Punica-Oase!“ prägten das Fernseherlebnis jener Zeit. Doch im Laufe der 2000er Jahre erlebte das süße Fruchtsaftgetränk einen Rückgang an Beliebtheit, was schließlich zu sinkenden Verkaufszahlen führte.
Eigentümerwechsel und Produktionsunterbrechungen
Die Marke Punica wurde im Jahr 1977 von Dittmayer ins Leben gerufen und wechselte in den folgenden Jahren mehrmals den Besitzer. 1984 übernahm Procter & Gamble, gefolgt von Pepsi im Jahr 2005. Im Jahr 2022 trat das Investmentunternehmen PAI Partners in die Geschichte der Marke ein. Trotz eines Umsatzes von 33 Millionen Euro im Jahr 2021 wurde die Produktion im Herbst 2022 eingestellt.
Das gescheiterte Comeback und die enttäuschenden Verkaufszahlen
Für eine Wiederbelebung im Jahr 2024 wurde Punica durch ein Joint Venture von Pepsi und PAI Partners produziert und von Columbus Drinks aus Hamburg vertrieben. Mit dem Slogan „Punica ist wieder da“ und einer Werbekampagne, die Influencer einbezog, sollte ein kurzfristiger Verkaufsboom erreicht werden. Doch zu Beginn des Jahres 2025 berichtete das Branchenblatt „Lebensmittelzeitung“ von unbefriedigenden Verkaufszahlen: Von den anvisierten 50 Millionen Litern pro Jahr wurden lediglich eine Million Liter abgesetzt.
Das endgültige Aus für die Punica-Oase
Nach den aktuellen Berichten der „Lebensmittelzeitung“ wurde die Produktion von Punica bereits eingestellt. In einigen Supermärkten sind lediglich Restbestände des Getränks erhältlich. Fans der Marke müssen nun aktiv nach diesen limitierten Beständen suchen, um noch einmal in die nostalgische „Punica-Oase“ einzutauchen.
Reaktionen und der Ausblick auf die Zukunft
Columbus Drinks war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Der Geschäftsführer Jörg Harders äußerte sich jedoch zur Situation und erklärte, dass das Kaufverhalten der Verbraucher dem Handel signalisierte, was letztlich zu dieser Entscheidung führte. Die Zukunft der Marke bleibt ungewiss, und es sieht danach aus, als ob Punica endgültig aus den Supermarktregalen verschwinden wird.
Quellen: Bild, t-online
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