Das ZDF hat sich entschlossen, die langjährige Krimiserie „Ein Fall für zwei“ nach mehr als 40 Jahren einzustellen. Der Sender kündigte an, dass vor dem endgültigen Ende der Reihe noch vier neue Folgen ausgestrahlt werden, die die letzte Staffel darstellen. Außerdem ist ein 90-minütiger Spielfilm in Planung, der die Geschichte der Serie zusammenfassen soll. Seit ihrer Premiere im Jahr 1981 hat die Krimireihe mehrere Besetzungswechsel durchlaufen.
In den aktuellen Episoden stehen Wanja Mues als Privatdetektiv Leo Oswald und Antoine Monot als Anwalt Benni Hornberg im Fokus. Die beiden Charaktere arbeiten eng zusammen, wobei Oswald im Auftrag von Hornberg ermittelt. Ihre Nachforschungen führen häufig zu unerwarteten Ergebnissen, die auch Staatsanwältin Claudia Strauss, dargestellt von Bettina Zimmermann, überraschen.
Ausstrahlung der letzten Staffel
Bevor die Serie ihren endgültigen Abschluss findet, wird die zwölfte Staffel mit dem derzeitigen Team im September im ZDF gezeigt. Mues und Monot sind seit 2014 Teil der Serie und werden in der kommenden 13. Staffel, die im nächsten Jahr ausgestrahlt wird, das Finale präsentieren.
Die Entscheidung des ZDF, die Serie zu beenden, ist Teil einer Neuausrichtung des Freitagskrimis. In einer offiziellen Mitteilung hebt der Sender hervor, dass „Ein Fall für zwei“ über vier Jahrzehnte hinweg einen maßgeblichen Einfluss auf das Freitagskrimi-Format des ZDF hatte und Generationen von Zuschauern begleitete. Die Entscheidung fiel dem Sender nach sorgfältiger Abwägung schwer, aber künftig soll der Freitagskrimi auf eine reduzierte Anzahl von Serien konzentriert werden. Diese Veränderungen erinnern an andere große Abschiede im deutschen Fernsehen, wie als RTL nach über 32 Jahren die Serie „Unter uns“ beendete.
Reaktionen der Hauptdarsteller
Wanja Mues und Antoine Monot haben sich ebenfalls zur Beendigung der Serie geäußert. Mues betonte, dass mit dem Ende der Serie ein bedeutendes Kapitel der deutschen Fernsehgeschichte zu Ende geht. Besonders bedauert er dies für die vielen treuen Fans, die die Serie über die Jahre hinweg verfolgt haben. In ähnlicher Weise hat Stefan Mross auf einen emotionalen Abschied von „Immer wieder sonntags“ zurückgeblickt.
Monot hingegen blickt optimistisch auf die kommenden Projekte. Er weist darauf hin, dass ihr persönlicher „Fall für Mues und Monot“ noch lange nicht abgeschlossen ist. Gemeinsam werden sie weiterhin mit dem Live-Hörspiel „Pater Brown“ auf der Bühne stehen und im Jahr 2027 den 90-minütigen Abschlussfilm „Ein Fall für zwei“ drehen, der dann im ZDF gezeigt wird. Auf dieses Projekt freuen sie sich bereits. Auch Simone Thomalla würdigt die verstorbene TV-Legende und ehemalige Kollegin.
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Quellen: techbook, ZDF
Bildquelle: PantheraLeo1359531 via Wikimedia Commons (CC BY 4.0)
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