München – Uli Hoeneß (74) sieht sich internen Herausforderungen gegenüber! Anlässlich des Jubiläums-Events „80 Jahre FC Bayern Basketball – never done“ in der Städtischen Sporthalle an der Säbener Straße äußerte der Klub-Patron seine Ansichten zu den Spannungen, die durch seine Äußerungen zur Ende August genehmigten Vertragsverlängerung von Max Eberl (52) bis Sommer 2029 entstanden sind. Im Rahmen eines Interviews am 30. Juli im Trainingslager am Tegernsee hatte Hoeneß erklärt, dass er die Chancen für Eberls neuen Vertrag mit „100 Prozent“ einschätze. Diese Aussage führte jedoch zu erheblichen Turbulenzen innerhalb der Vereinsspitze.
„Mit meinem Interview am Tegernsee, mit meinen 100 Prozent, habe ich genug Ärger gehabt – intern“, gestand Hoeneß am Montagabend. Dabei ließ er offen, ob die Unruhe von seinen Kollegen im Aufsichtsrat, angeführt von Herbert Hainer (72), oder anderen einflussreichen Persönlichkeiten aus dem wirtschaftlichen Umfeld des Klubs herrührt, die durch seine öffentlichen Äußerungen in der Abstimmung (am 25. August) vorgegriffen wurden. Hoeneß kommentierte: „Wenn ich an dem Tag 80 Prozent gesagt hätte, dann wäre der Ärger noch größer gewesen. Das war eine Antwort zwischen Pest und Cholera.“
Hintergründe der Kontroversen
Die Situation eskalierte, als am Tag des DFB-Pokalfinals gegen Stuttgart (3:0 am 23. Mai) ein Podcast veröffentlicht wurde, in dem Hoeneß die Wahrscheinlichkeit für Eberls Vertragsverlängerung mit „60 zu 40“ angab. Auf die Frage, ob es Zweifel an Eberls Arbeit gebe, antwortete er: „Ja!“. Diese Bemerkungen sorgten für Unmut, woraufhin Eberl nach dem Pokalsieg erklärte: „Das Fell ist dick geworden, aber an einem Finaltag fand ich es jetzt nicht den richtigen Zeitpunkt. Ob man Prozente in der Öffentlichkeit sagen muss, das weiß ich nicht.“ In der Folge sprachen sich Hoeneß und Eberl (seit März 2024 im Amt) aus, und die Wogen zwischen ihnen glätteten sich.
In diesem Zusammenhang ist es interessant zu beobachten, wie sich die Situation bei anderen Vereinen entwickelt hat. So hat Hertha BSC kürzlich eine öffentliche Entschuldigung an seine treuen Anhänger ausgesprochen, was zeigt, wie wichtig die Kommunikation zwischen Vereinsführung und Fans ist.
Der Wandel von Eberl
Wie gelang es Eberl, seine Chancen von 60 auf 100 Prozent zu steigern? Auch hierzu äußerte sich Hoeneß am Montagabend beim Basketball-Jubiläum: „Max hat sich in den letzten sechs Monaten innerhalb des Vereins mehr geöffnet. Wir alle, Karl-Heinz und ich sowie Herbert Hainer, sind von ihm viel besser über alles informiert worden als zuvor. Er hatte zuvor ein Eigenbrötler-Dasein geführt, was uns nicht gefiel. Das hat er jedoch grundlegend geändert!“
Hoeneß lobte Eberl weiter: „Vor allem hinsichtlich der Transferperiode: Unser Vorschlag, die Spieler möglichst früh zu verpflichten, weil sie nach der WM möglicherweise teurer werden, wurde zu 100 Prozent umgesetzt. Das Budget, das wir vorgegeben hatten, sollte etwa 50 Millionen Euro betragen, letztlich wurden nur 30 Millionen investiert, da durch Verkäufe fast 70 Millionen hereinkamen. Hier wurde exzellente Arbeit geleistet.“ Trotz dieser positiven Entwicklung erhielt Hoeneß intern jedoch Gegenwind für seine Aussagen. Ein ähnlicher Rückschlag ereilte den Hamburger SV zu Beginn der Saison, was die Herausforderungen im Fußball verdeutlicht.
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Bildquelle: Sven Mandel via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)
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