Forderungen nach Infantinos Rücktritt werden lauter
Gianni Infantino, Präsident der FIFA, sieht sich einem wachsenden Druck gegenüber, da sich zahlreiche Fan-Organisationen zu einem Bündnis zusammengeschlossen haben, um seinen Rücktritt zu verlangen. Auf der Plattform change.org wurde eine Petition veröffentlicht, die von Gruppen wie Football Supporters Europe (FSE), Football Supporters Africa und dem Independent Supporters Council initiiert wurde. Diese Organisationen arbeiten zusammen mit vielen nationalen Verbänden aus Europa, Brasilien, Indonesien und Neuseeland, um die Stimmen ihrer Unterstützer zu vereinen. Auch vier deutsche Gruppen, darunter „Unsere Kurve“, „F_in Frauen im Fußball“, „BAFF“ und „Queer Football Fanclubs“, haben sich hinter diese Initiative gestellt.
Reformforderungen durch die Petition
Die Petition kritisiert nicht nur Infantino, sondern fordert auch grundlegende Reformen innerhalb des Fußball-Weltverbands. Die Unterzeichner betonen, dass die bestehenden Missstände im Fußball nicht wiederholt werden dürfen. Besonders der Versuch, Teile der Weltmeisterschaften an private Investoren zu verkaufen, wird als „beschämend“ und als „Verrat, den der Fußball niemals vergessen wird“ bezeichnet. Diese Stellungnahme hat in der Fußballgemeinschaft für große Empörung gesorgt.
Infantinos umstrittene Pläne zurückgezogen
Massive Kritik führte dazu, dass der FIFA-Präsident seine Pläne über das Programm FIFA Forward Enterprise (FFE) zurückziehen musste. Geplant war der Verkauf von etwa 20 Prozent der Rechte an Weltmeisterschaften, geschätzt auf einen Wert von 20 Milliarden Dollar. Die UEFA drohte mit einem Boykott, und auch andere Verbände wie CONCACAF und die AFC schlossen sich dieser Kritik an, was Infantino daran hinderte, die notwendige Zustimmung von mindestens der Hälfte der 211 nationalen Mitgliedsverbände zu sichern.
Einheit der Fan-Organisationen für Veränderungen
Die Fan-Organisationen sind sich einig, dass jetzt der Moment gekommen ist, eine umfassende Bewegung zu starten, um Infantino am Missbrauch seines Amtes zu hindern. Sie fordern eine transparente Entscheidungsfindung in der FIFA, die alle Beteiligten – Konföderationen, Ligen, Vereine, Spieler und Fans – einbezieht. Zudem wird eine unabhängige Kontrollinstanz gefordert, da die Selbstregulierung der FIFA als gescheitert angesehen wird.
Vorwürfe und Kritik an Infantino
Die Vorwürfe gegen Infantino sind vielfältig. Sie reichen von gescheiterten Investorenplänen bis hin zu umstrittenen Ticketverkäufen bei der letzten WM und der Idee, die Weltmeisterschaft alle zwei Jahre auszutragen. Die Fan-Organisationen heben hervor, dass eine „Kultur der Einschüchterung“ herrscht, die Infantino im internationalen Fußball etabliert hat. Ihrer Meinung nach hat er sowohl seine Position als auch den Fußball insgesamt verraten. In diesem Kontext wird auch Infantinos Alarmbrief diskutiert, der sein Erbe ins Wanken bringen könnte.
Boykott der UEFA und mögliche Unterstützung für Infantino
Trotz der klaren Botschaft der UEFA, dass der Boykott weiterhin besteht, gibt es Anzeichen, dass Infantino möglicherweise doch eine Mehrheit für seine Wiederwahl im kommenden Jahr gewinnen könnte. In sozialen Medien zählt er stolz die Länder auf, die ihm ihre Unterstützung zusichern. Für seine Wiederwahl benötigt er 106 Stimmen.
Forderungen nach verantwortungsvoller Führung im Fußball
Die Initiatoren der Petition heben hervor, dass der Fußball eine Führung benötigt, die Verantwortung für den Sport übernimmt und keine Macht ohne Kontrolle ausübt. Die Fan-Organisationen rufen zu grundlegenden Reformen in der FIFA auf, um das Vertrauen in die Institution, die den Weltfußball schützen und fördern soll, wiederherzustellen. In diesem Zusammenhang wird auch ein offener Brief an Infantino erwähnt, der von UEFA und Kontinentalverbänden unterzeichnet wurde.
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Quellen: n-tv, Die Zeit
Bildquelle: Doha Stadium Plus Qatar via Wikimedia Commons (CC BY 2.0)
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.