Der Wechsel von Sportarten ist für Athleten nicht ungewöhnlich, doch der Schritt von Émilien Jacquelin, einem der erfolgreichsten Biathleten Frankreichs, in den Radsport wirft Fragen auf. Der 31-Jährige wird am 16. August beim Straßenradrennen Polynormande in Frankreich sein Debüt als Profi geben. Ob dieser Wechsel dauerhaft ist oder nur eine vorübergehende Phase darstellt, bleibt abzuwarten.
Jacquelin, der in seiner Karriere zahlreiche Erfolge gefeiert hat, darunter eine Goldmedaille bei den Olympischen Spielen und einen fünften Platz im Gesamtweltcup, hat sich seit dem Ende der letzten Wintersaison intensiv auf den Radsport konzentriert. Der Veranstalter des Rennens, Daniel Mangeas, äußerte sich optimistisch über Jacquelins Teilnahme und betonte, dass sein Engagement das Interesse an der Veranstaltung steigern wird.
Seit Mai trainiert Jacquelin beim Team Decathlon-CMA CGM und beschreibt seine aktuelle Situation als eine Art „sechsmonatigen Praktikumsvertrag“ im Radsport. Diese Entscheidung, den Biathlon vorübergehend hinter sich zu lassen, spiegelt seinen Wunsch wider, neue Herausforderungen zu suchen und seine Leidenschaft für den Radsport auszuleben.
In einem Interview erklärte Jacquelin, dass er nach den letzten Winterspielen von der Möglichkeit des Radfahrens erfahren habe und sich der Tatsache bewusst sei, dass seine letzten Rennen im Biathlon möglicherweise bevorstehen könnten. Er bleibt jedoch offen für die Zukunft und schließt ein Comeback im Wintersport nicht aus.
Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um zu klären, ob Jacquelins Wechsel zum Radsport von Dauer sein wird oder ob er irgendwann in den Biathlon zurückkehren wird.
Quellen: t-online, Merkur
Bildquelle: Pavel Hrdlička (Czech Wikipedia user Packa) via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)
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