Erneute Sprengsatzfunde in Sachsen
Die sächsische Polizei hat in den letzten Tagen eine alarmierende Entdeckung gemacht. Insgesamt wurden neun weitere selbst gebaute Sprengvorrichtungen gefunden, die offenbar für einen Anschlag auf die Stromversorgung in der Region vorgesehen waren. Diese Sprengsätze wurden in unmittelbarer Nähe zu Hochspannungstrassen nahe dem Umspannwerk Graustein bei Görlitz entdeckt, wie das Landeskriminalamt und die Generalstaatsanwaltschaft mitteilten.
Hintergrund der Ermittlungen
Bereits am Dienstag der Vorwoche kam es zu Anschlägen auf Umspannwerke in Jänschwalde, Brandenburg, sowie in Bergheim, Nordrhein-Westfalen. In diesen Fällen wurden ebenfalls verdächtige Vorrichtungen entdeckt, die mit pyrotechnischen Geschossen in Hochspannungsleitungen geschossen wurden, um Kurzschlüsse zu verursachen. In der Folge wurden in Dormagen und Weisweiler weitere Sprengsätze gefunden. Die Polizei und Netzbetreiber betonten, dass die Stromversorgung durch diese Vorfälle nicht gefährdet war, jedoch führten die Anschläge zu Abschaltungen in Kraftwerksblöcken. Ein Angriff auf Umspannwerk in Brandenburg zeigt, wie ernst die Lage ist.
Flüchtiger Verdächtiger
Der Verdächtige, ein 48-jähriger Mann aus Nordrhein-Westfalen, ist nach wie vor auf der Flucht. Er wird öffentlich gesucht und soll einige der Taten in Bekennerschreiben zugegeben haben, in denen er seine Kritik an der Energieerzeugung aus fossilen Brennstoffen äußerte. Am Sonntag führte die Polizei einen Großeinsatz im Bereich des Hambacher Forsts in Nordrhein-Westfalen durch, nachdem das Wohnmobil des Verdächtigen auf einem Parkplatz gefunden worden war. Laut Angaben der Brandenburger Polizei könnte er inzwischen mit einem Fahrrad unterwegs sein. Die Sicherheitslage in NRW bleibt angespannt.
Ermittlungen und Ausblick
Die Ermittlungen laufen unter anderem wegen des Verdachts auf verfassungsfeindliche Sabotage. In Brandenburg wird zudem wegen der Bildung einer Terrorvereinigung ermittelt. Die Polizei setzt ihre Suche nach dem flüchtigen Verdächtigen fort und hat bereits Drohnen zur Unterstützung eingesetzt. Die Situation bleibt angespannt, und die Behörden sind bestrebt, weitere Anschläge zu verhindern. Die Ermittlungen zum gescheiterten Anschlag am Flughafen Leipzig zeigen, wie ernst die Lage ist.
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Quellen: n-tv
Bildquelle: The original uploader was Zieshan at German Wikipedia. (SÄCHSISCHES STAATSMINISTERIUM DES INNERN) via Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0 de)
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