Ein neues Forschungszentrum für die Abwehr von Drohnen wird eingeweiht
Heute wird in Sachsen-Anhalt ein Forschungszentrum zur Drohnenabwehr eröffnet. Im Nationalen Erprobungszentrum für Unbemannte Luftfahrtsysteme des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Cochstedt wird auch untersucht, wie Drohnen im Katastrophenschutz eingesetzt werden können. Dieser ehemalige Regionalflughafen, der über eine 2,5 Kilometer lange Start- und Landebahn verfügt, hat sich mittlerweile zu einem entscheidenden Standort für die Drohnenforschung in Deutschland entwickelt. Vor kurzem gab es jedoch auch einen Drohnenfund am Flughafen Leipzig, der die Aufmerksamkeit auf hybride Bedrohungen lenkte.
Forschung und Entwicklung im Bereich Rettungsdrohnen
Am Standort Cochstedt werden verschiedene Typen von Rettungsdrohnen entwickelt, die insbesondere für die Suche nach vermissten Personen eingesetzt werden. Darüber hinaus arbeiten Forscher an Algorithmen für Drohnenschwärme und testen unbemannte Mini-Helikopter, die im Auftrag des World Food Program der Vereinten Nationen genutzt werden. Eine der jüngsten Entwicklungen ist eine große Drohne, die bis in die Stratosphäre fliegen kann.
Technologiezentrum zur Stärkung der Drohnensicherheit
Das neu eröffnete Technologiezentrum ist Teil einer umfassenden Initiative zur Verbesserung der Sicherheit im Drohneneinsatz. Dazu gehören auch eine spezielle Abteilung der Bundespolizei zur Drohnenabwehr sowie ein gemeinsames Drohnenabwehrzentrum von Bund und Ländern. Drohnen haben in den letzten Jahren zunehmend als Sicherheitsrisiko an Bedeutung gewonnen, indem sie beispielsweise Militär- und Industrieanlagen ausspionieren oder den Betrieb an Flughäfen stören. Ein Beispiel hierfür ist der Sicherheitsalarm am Flughafen Leipzig, bei dem ein verdächtiges Paket festgestellt wurde.
Innovative Kommunikationsdrohne für Krisensituationen
Eine herausragende Neuerung ist die Drohne „HAP-alpha“, die mit Solarenergie betrieben wird und eine Spannweite von 27 Metern hat. Sie ist in der Lage, bis zu einer Höhe von etwa zwanzig Kilometern zu fliegen, und könnte in Krisengebieten eingesetzt werden, um Kommunikationsnetze aufrechtzuerhalten. Dies ist besonders wichtig, wenn nach Naturkatastrophen wie Erdbeben oder Überschwemmungen die Infrastruktur zusammenbricht.
Vorteile der Drohnentechnologie im Einsatz
Im Unterschied zu herkömmlichen Flugzeugen kann die 40 Kilogramm schwere Drohne an verschiedenen Standorten autonom operieren. Ihre Fähigkeit, häufig zu starten und zu landen, erleichtert die Wartung sowie den Transport von Ausrüstungen und senkt somit die Einsatzkosten erheblich.
Vielfältige Einsatzmöglichkeiten von Drohnen in Deutschland
Aktuell existieren in Deutschland etwa 800.000 registrierte Drohnen-Betreiber. Diese unbemannten Fluggeräte sind äußerst flexibel und finden in zahlreichen Hilfseinsätzen Verwendung, beispielsweise als Lasten-Drohne bei der Bergwacht oder von der Feuerwehr, die mit Wärmebildkameras Glutnester aufspüren kann.
Suchdrohne für Rettungsaktionen in schwer zugänglichem Gelände
Für den Rettungsdienst hat das DLR eine spezielle Drohne entwickelt, die zur Vermisstensuche in unzugänglichen Gebieten eingesetzt wird. Diese autonome Such- und Rettungsdrohne kann ihre Position direkt an die Einsatzkräfte übermitteln und ist mit einer Infrarotkamera sowie einem Megafon ausgestattet. Zudem sendet sie ein kontinuierliches Live-Lagebild über ein integriert 5G-Modem, um die Kommunikation zwischen den Hilfsorganisationen zu optimieren.
Testflüge im Ahrtal zur Unterstützung von Katastrophenhelfern
Kürzlich testete das DLR seine Rettungsdrohnen im Ahrtal in Rheinland-Pfalz, wo 2021 eine verheerende Flutkatastrophe stattfand. Diese Drohnen sollen zusammen mit einem Amphibienfahrzeug und einem unbemannten Erkundungsrover die Helfer im Katastrophenfall unterstützen. Zudem erhärtet sich der Verdacht auf einen Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig, der die Sicherheitslage weiter kompliziert.
Forschung an Drohnenschwärmen für Einsätze in Krisensituationen
Ein weiterer Fokus der Forschung liegt auf der Optimierung von Drohnenschwärmen für Einsätze in Krisengebieten. Johanna Bethge und ihr Team arbeiten daran, dass die Drohnen synchron fliegen und Hindernisse ausweichen können. Solche Schwärme könnten in großflächigen Katastrophen entscheidend sein, um schnell ein umfassendes Lagebild zu erhalten.
Koordination und Herausforderungen bei Rettungsdrohnen
Die Koordination von Rettungsdrohnen in unbekannten Einsatzgebieten stellt eine große Herausforderung dar. Um Kollisionen zu vermeiden, müssen die Drohnen miteinander kommunizieren und ihre Positionen koordinieren. Die Forscher am DLR entwickeln Algorithmen, die den Drohnen ein autonomes Fliegen im Schwarm ermöglichen und aktuelle Lagebilder aus dem Katastrophengebiet übermitteln.
Ausblick auf künftige Entwicklungen in der Drohnentechnologie
Die Fortschritte im Bereich der Drohnentechnologie könnten dazu führen, die Effizienz von Rettungsaktionen zu erhöhen und Leben schneller zu retten. Die Forschung am DLR zeigt auf, wie Drohnen zukünftig noch besser in Katastrophenszenarien eingesetzt werden können.
„`
Quellen: tagesschau, Die Zeit
Bildquelle: C.Stadler/Bwag via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.