Am Freitag, dem 11. September, starb Prinzessin Astrid im Alter von 94 Jahren. Der norwegische Hof bestätigte, dass die Schwester des verstorbenen König Harald friedlich eingeschlafen ist. Dieser Verlust trifft die königliche Familie nur kurze Zeit nach dem Staatsbegräbnis ihres Bruders. In einer offiziellen Erklärung wurde zudem angekündigt, dass auf Anordnung von König Haakon die Flagge am Schlossbalkon sowohl am Todestag als auch am Tag der Beisetzung auf Halbmast gesetzt wird. Erste persönliche Worte des Monarchen wurden ebenfalls veröffentlicht.
Würdigung der Verdienste von Astrid durch König Haakon
König Haakon sprach in seinen Äußerungen über die bedeutende Rolle, die seine Tante im Königshaus gespielt hat. Er hob hervor, dass Prinzessin Astrid das Königshaus mit Herz und Pflichtbewusstsein vertreten habe. Bereits im Alter von 22 Jahren übernahm sie die Rolle der First Lady, nachdem Kronprinzessin Märtha verstorben war. König Haakon betonte, dass Fürsorge und Inklusion zentrale Anliegen ihrer Arbeit waren und dass Astrid immer eine wichtige Unterstützung für König Harald und andere Familienmitglieder war.
Abschiedsworte der Familie
Zusätzlich zu den Äußerungen des Königs veröffentlichten die engsten Angehörigen eine Erklärung. Ihre Kinder, Cathrine, Benedikte, Alexander, Elisabeth und Carl-Christian Ferner, würdigten die Liebe, Weisheit, Herzlichkeit und den Humor ihrer Mutter. Sie betonten, dass sie stets für ihren Großvater König Olav und ihren Onkel König Harald da war und Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf stets Zuwendung schenkten. In ihrer Trauer erklärte die Familie, dass sie dankbar zusammenstehe und viele Erinnerungen an die Verstorbene bewahre.
Gesundheitliche Herausforderungen der letzten Monate
In den Monaten vor ihrem Tod benötigte Prinzessin Astrid mehrfach medizinische Unterstützung. Im März wurde bekannt, dass sie an einer Lungenentzündung litt, was eine Phase der Schonung erforderlich machte. Im Mai musste sie sich erneut im Rikshospitalet in Oslo behandeln lassen, wo ihr Herzschwäche diagnostiziert wurde und sie vorübergehend einen Herzschrittmacher erhielt. Zuletzt wurde berichtet, dass sie weiterhin von medizinischem Personal betreut wurde, bevor ihre Entlassung aus dem Krankenhaus Anfang August bekannt gegeben wurde.
Öffentliche Auftritte in der letzten Zeit
Nur zwei Tage vor ihrem Tod nahm Prinzessin Astrid am Staatsbegräbnis ihres Bruders König Harald teil. Bei der Trauerfeier im Osloer Dom saß die 94-Jährige in ihrem Rollstuhl an einem separaten Platz vor der Familie. Zuvor hatte sie in der Schlosskapelle allein von ihrem Bruder Abschied genommen. Trotz gesundheitlicher Herausforderungen nahm sie im Mai an einem offiziellen Termin teil, wo sie das 100-jährige Jubiläum des Sanitätsvereins Blindern und Vinderen besuchte, mit dem sie seit Jahrzehnten verbunden war.
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Quellen: Merkur, t-online
Bildquelle: depositphotos
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