Der plötzliche Tod des Schauspielers Tim Curry hat die Filmindustrie erschüttert. Der 80-Jährige ist in seinem Zuhause in Los Angeles verstorben. Laut Angaben seiner langjährigen Managerin und Freundin Marcia Hurwitz geschah dies am Mittwochabend. Am 25. August wurde die Polizei gegen 23:23 Uhr zu seinem Wohnsitz gerufen, jedoch gab es keine Hinweise auf ein Fremdverschulden.
Curry hatte in den letzten Jahren mit erheblichen gesundheitlichen Herausforderungen zu kämpfen, die nach einem schweren Schlaganfall im Jahr 2012 begannen. Sein bekanntestes Werk, die Rolle des Dr. Frank-N-Furter in der 1975 erschienenen Verfilmung von „The Rocky Horror Picture Show“, machte ihn zu einer Ikone der Film- und Theaterwelt.
Obwohl der Film anfangs gemischte Kritiken erhielt, entwickelte sich sein Charakter zum Symbol einer neuen Ära in der Popkultur, insbesondere durch die inzwischen legendären Mitternachtsvorführungen. Auch seine Darbietung als Pennywise in der TV-Adaption von Stephen Kings „Es“ aus dem Jahr 1990 hinterließ bei vielen Zuschauern einen bleibenden Eindruck.
Der Schauspieler wurde am 19. April 1946 in Cheshire, England, geboren und studierte an der Universität Birmingham. Seine Karriere begann mit dem Hippie-Musical „Hair“, bevor er von Richard O’Brien für die Hauptrolle in „The Rocky Horror Picture Show“ engagiert wurde. Diese Rolle stellte den Wendepunkt seiner Karriere dar und brachte ihm weltweite Anerkennung.
Im Juli 2012 erlitt Curry einen Schlaganfall, der gravierende Auswirkungen auf seine Gesundheit hatte. Er war gezwungen, sich einer Notoperation zu unterziehen, die zu einer Lähmung der linken Körperhälfte führte. Trotz dieser Widrigkeiten kämpfte er tapfer weiter und blieb als Sprecher aktiv. So trat er 2016 in einer Neuauflage von „The Rocky Horror Picture Show“ auf und kehrte 2020 für eine Benefizlesung in seine Kultrolle zurück.
In seinen letzten Lebensjahren lebte Curry zurückgezogen und wurde von drei Pflegekräften unterstützt. Trotz seiner physischen Einschränkungen bewahrte er sich seinen Humor und äußerte in einem Interview im Jahr 2025, dass er sich „in seinem Kopf glücklich fühle“.
Mit dem Versterben von Tim Curry verliert die Filmwelt einen außergewöhnlichen Künstler, dessen unvergessliche Rollen und Einfluss auf die Branche weiterhin spürbar bleiben werden.
Quellen: Bild, BR
Bildquelle: Kevin Paul via Wikimedia Commons (CC BY 4.0)
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