Die Trauer um Erni Mangold, eine herausragende Figur der österreichischen Schauspielkunst, ist groß. Im Alter von 99 Jahren verstarb sie in der Nacht von Freitag auf Samstag in einem Wiener Pflegeheim, wie ihr Agent Klaus Kelterborn bestätigte. Laut Informationen des österreichischen „Standard“ war sie im Kreise ihrer Familie, als sie ihren letzten Atemzug tat.
Ein Leben der Kreativität und Hingabe
Erni Mangold wurde im Januar 1927 als Erna Goldmann in Niederösterreich geboren und wuchs in eine künstlerisch geprägte Familie auf. Ihr Vater war sowohl Lehrer als auch Maler, während ihre Mutter, die eine vielversprechende Karriere als Konzertpianistin anstrebte, ihre Ambitionen zugunsten der Familie aufgab. Vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs zog die junge Mangold nach Wien, wo sie als Jugendliche eine Schauspielschule besuchte.
Der Aufstieg zur Theater- und Filmikone
Nach ihrer Ausbildung trat sie auf Bühnen in Österreich und Deutschland auf. Ende der 1940er Jahre feierte sie ihren ersten Auftritt vor der Kamera. In den folgenden Jahrzehnten war Mangold in über 100 Film- und Fernsehproduktionen zu sehen. Ihre Rollen in beliebten Formaten wie Tatort, „Kommissar Rex“ und „Der Alte“ machten sie zu einem vertrauten Gesicht auf den Bildschirmen. Auch die Zusammenarbeit mit großen Namen wie Romy Schneider und Rainer Werner Fassbinder prägte ihre Karriere.
Ein bleibendes Erbe
2017 beendete Erni Mangold offiziell ihre Bühnenkarriere, nachdem sie über elf Jahre als ordentliche Hochschulprofessorin an der Wiener Hochschule für Musik und darstellende Kunst unterrichtet hatte. Ihr Heimatdorf ehrte sie zu ihrem 80. Geburtstag, indem es eine Straße nach ihr benannte – den „Prof.-Erni-Mangold-Weg“, was sie als ihr „schönstes Geschenk“ bezeichnete. 2022 wurde sie mit der Platin-Romy für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Ihr bleibendes Erbe wird in der österreichischen Kulturszene weiterhin geschätzt.
Persönliches Leben und Vermächtnis
Von 1958 bis 1978 war sie mit dem Schauspieler Heinz Reincke verheiratet und hatte keine Kinder. Ihr Leben war geprägt von der Liebe zur Kunst und der Bühne, die sie leidenschaftlich lebte. Tragischerweise gab es auch dunkle Momente, wie als Kinder auf die Leiche einer Frau stießen, was die Gemeinschaft erschütterte.
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Quellen: t-online
Bildquelle: Manfred Werner – Tsui via Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)
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