Die geopolitische Situation im Nahen Osten ist von Spannungen geprägt, insbesondere im Hinblick auf den Konflikt zwischen den USA und dem Iran. In diesem Kontext hat US-Präsident Donald Trump angekündigt, die Straße von Hormus nach einem möglichen Sieg über den Iran als Teil der Vereinigten Staaten zu erklären.
Trump äußerte sich während einer politischen Veranstaltung an einer Polizeiakademie im Bundesstaat New York und sagte: „Sobald wir den Iran besiegt haben – der gerade eine vernichtende Niederlage erleidet – werde ich die Hormus-Straße schon bald zum Territorium der Vereinigten Staaten erklären.“ Diese Bemerkung wurde mit einem Schmunzeln gemacht, was Fragen zur Ernsthaftigkeit seiner Aussage aufwirft.
In der Folge bekräftigte Trump: „Es ist wahr“, und forderte die amerikanische Bevölkerung auf, höhere Benzinpreise in Kauf zu nehmen, um zu verhindern, dass der Iran Atomwaffen entwickelt.
Iran reagiert auf Trumps Ankündigung
Der iranische Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi wies Trumps Äußerungen zurück und betonte, dass der Iran sich nicht von Drohungen oder Machtdemonstrationen der USA einschüchtern lasse. Er erklärte, dass die Kontrolle über die strategisch wichtige Straße von Hormus ausschließlich beim Iran liege und diese nur unter dessen Bedingungen gesperrt oder freigegeben werde.
Hintergrund der Spannungen
Die Ankündigung Trumps fällt in eine Zeit, in der die Verhandlungen über ein Ende des Iran-Kriegs ins Stocken geraten sind. Eine 60-tägige Waffenruhe, die zwischen Washington und Teheran vereinbart wurde, läuft bald aus. Ein zentraler Streitpunkt bleibt die Kontrolle über die Straße von Hormus, die eine der bedeutendsten Handelsrouten für Öl, Gas und Düngemittel darstellt.
Die Ölpreise sind aufgrund des Konflikts gestiegen, da der Iran mit Drohungen und Angriffen den Schiffsverkehr in der Meerenge erheblich beeinträchtigt hat. Trumps öffentlich geäußerte Annexionspläne sind Teil seiner Außenpolitik, die auch andere Länder wie Venezuela und Kuba umfasst.
Ungewisse Zukunft der Verhandlungen
Die Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran sah vor, dass der Iran während der Verhandlungen keine Gebühren für die Passage durch die Straße von Hormus erheben darf. Nach Ablauf der 60 Tage soll der Iran mit dem Oman über die zukünftige Regelung verhandeln, wobei internationales Recht und die Anrainerstaaten berücksichtigt werden müssen. Bisher gibt es jedoch keine Einigung.
Die Blockade der Straße von Hormus hat sich für den Iran als effektives Druckmittel gegenüber den USA erwiesen. Trump sieht sich zunehmend unter Druck, eine Lösung für die Situation zu finden, die vor dem Beginn seines umstrittenen Krieges nicht existierte.
Geopolitische Implikationen
Die Straße von Hormus ist an ihrer engsten Stelle nur etwa 39 Kilometer breit. Sowohl der Iran als auch der Oman beanspruchen eine Zwölf-Seemeilen-Zone, was zu einer Überlappung der Hoheitsgewässer führt. Internationale Gewässer existieren in diesem Bereich nicht, was die Passage für Handelsschiffe vor dem Krieg jedoch ungehindert möglich machte.
Die US-Republikaner haben ein starkes Interesse an einem schnellen Ende des Konflikts, da sie sich in wenigen Monaten den Zwischenwahlen zum US-Kongress stellen müssen. In der Zwischenzeit wurde berichtet, dass ein Öltanker in der Straße von Hormus angegriffen wurde, wobei glücklicherweise keine Verletzten zu beklagen waren.
Zusätzlich formuliert der Iran frische Forderungen an die USA in der Straße von Hormus.
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Quellen: n-tv
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