US-Geheimdienste sehen begrenzte Angriffe auf NATO-Länder als möglich an
In einem sich zuspitzenden geopolitischen Kontext warnen US-Geheimdienste vor der Möglichkeit eines begrenzten Angriffs Russlands auf ein NATO-Mitglied. Diese Einschätzung könnte die Reaktion des Bündnisses auf die aggressive Außenpolitik Moskaus auf die Probe stellen. Insbesondere die baltischen Staaten sowie Polen stehen im Fokus dieser Überlegungen. US-Behörden warnen vor möglichen russischen Offensive gegen die NATO in naher Zeit.
Putins mögliche Testangriffe auf NATO-Länder
Berichten amerikanischer Medien zufolge plant der russische Präsident Wladimir Putin möglicherweise, die Entschlossenheit der NATO durch einen begrenzten Angriff auf ein Mitgliedsland zu testen. Diese Informationen stammen aus aktuellen Geheimdienstberichten, die von US-Beamten und vertrauten Quellen zitiert werden. Die Szenarien reichen von Cyberangriffen bis hin zu militärischen Infiltrationen in NATO-Staaten.
Das Wall Street Journal berichtete, dass die USA ursprünglich davon ausgegangen waren, dass Putin während seines Krieges gegen die Ukraine keine NATO-Staaten provozieren würde. Diese Einschätzung hat sich jedoch im Laufe des Jahres geändert. Ein möglicher Angriff könnte darauf abzielen, das Bündnis zu spalten und die Solidarität unter den Mitgliedsstaaten zu testen.
Erhöhte Wahrscheinlichkeit von Angriffen
Die Zeitung nennt auch das Entsenden von Soldaten in nicht gekennzeichneten Uniformen als eine mögliche Vorgehensweise zur Besetzung von Gebieten. Die Wahrscheinlichkeit eines extremen Szenarios, das ein Eindringen in die NATO-Ostflanke umfasst, wird als gering, jedoch steigend eingeschätzt. Der Zeitraum für mögliche Angriffe wird auf die Zeitspanne von diesem Herbst bis 2029 geschätzt.
Fokus auf die baltischen Staaten und Polen
Nach Informationen von CNN könnte ein Angriff am wahrscheinlichsten die baltischen Staaten oder Polen betreffen. Die litauische Regierung hat kürzlich erklärt, dass ihr Militärgeheimdienst Hinweise darauf erhalten hat, dass Russland möglicherweise Angriffe auf kritische Infrastruktur in den baltischen Staaten plant, möglicherweise unter Einsatz ukrainischer Drohnen. Gezielte Drohnenangriffe in Cherson: Ukraine fordert internationales Eingreifen.
Selenskyjs Warnung vor Mobilmachung
Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte sich besorgt über die Möglichkeit einer neuen Mobilmachung in Russland, die auch Auswirkungen auf Europa haben könnte. In einem Interview mit ukrainischen Medien erklärte er, dass eine versteckte Einberufung von Hunderttausenden Russen nicht nur für den Krieg in der Ukraine, sondern auch zur psychologischen Beeinflussung europäischer Länder genutzt werden könnte.
„Wozu? Um zu zeigen, dass ich im Herbst eine halbe Million Menschen mobilisieren werde. Und diese halbe Million werde ich nicht unbedingt nur in der Ukraine einsetzen“, erläuterte Selenskyj.
Selenskyj betonte, dass Putin weiterhin keine Bereitschaft zeige, den Krieg unter gerechten Bedingungen zu beenden. Stattdessen versuche er, symbolische Erfolge zu erzielen, um die enormen Verluste vor der eigenen Bevölkerung zu rechtfertigen.
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Quellen: n-tv
Bildquelle: The Presidential Press and Information Office via Wikimedia Commons (CC BY 4.0)
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