Im Kontext der gegenwärtigen Herausforderungen der Europäischen Union hat Ursula von der Leyen, die Präsidentin der EU-Kommission, in ihrer Rede im Straßburger Parlament einen vorsichtigen Ansatz zur Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) gefordert. Sie betonte die Notwendigkeit, die mit dieser Technologie verbundenen Risiken zu minimieren, um deren Vorteile effektiver nutzen zu können. Von der Leyen warnte, dass die aktuellen Fortschritte in der KI-Technologie potenziell gefährliche Hacking-Möglichkeiten schaffen könnten, insbesondere wenn diese in die Hände von Akteuren gelangen, die nicht die Werte der Gesellschaft vertreten.
Die Präsidentin der EU-Kommission äußerte sich auch zu den Gefahren, die von unkontrollierbaren KI-Agenten ausgehen könnten. Sie verwies auf die Bedenken von Unternehmensführern, die eine Drosselung der Entwicklung selbstlernender Modelle fordern. Ihrer Ansicht nach ist es entscheidend, dass die Entwickler dieser Technologien sich klar zu den damit verbundenen Risiken äußern, was auch von der Politik gefordert werden sollte.
Von der Leyen plädierte für einen europäischen Ansatz in der KI-Entwicklung, der den Menschen unterstützt, ohne ihn zu ersetzen. Sie führte das Beispiel der Medizin an, um ihre Position zu verdeutlichen. Während sie den Einsatz von KI zur Unterstützung von Ärzten befürwortete, stellte sie klar, dass sie nicht möchte, dass Roboter die Diagnosen von Krankheiten übernehmen.
Die EU-Kommissionspräsidentin identifizierte die wichtigsten Anwendungsbereiche für KI in der EU, darunter Gesundheit, Verkehr, Landwirtschaft, Lebensmittelproduktion, Spitzenfertigung, Verteidigung und Weltraum. Im November plant die EU-Kommission, bedeutende Initiativen in diesen Bereichen vorzustellen. Ein zentrales Anliegen ist die Notwendigkeit, die Rechenkapazitäten erheblich zu steigern.
Am Ende ihrer Ansprache kündigte von der Leyen ein Verbot für Social Media für Kinder unter 13 Jahren an. Sie erklärte, dass Kinder unter 13 Jahren keinen Zugang zu sozialen Netzwerken haben sollten und dass Kinder zwischen 13 und 15 Jahren nur unter Aufsicht ihrer Eltern altersgerechte Konten nutzen dürften. Für Jugendliche im Alter von 15 bis 18 Jahren sollen die Plattformen verpflichtet werden, ein sicheres Design zu gewährleisten.
Die genauen Einzelheiten dieses Vorschlags will von der Leyen in naher Zukunft vorstellen. Sie betonte, dass dieses Thema ihr persönlich am Herzen liegt und dass sie die Herausforderungen, die durch die Macht großer Technologieunternehmen entstehen, nicht als unüberwindbar ansieht. Ihrer Meinung nach benötigen Kinder Zeit, um sich selbst zu finden, und es ist entscheidend, wie und wann soziale Medien Zugang zu ihnen erhalten.
Die Vorschläge zur Regulierung von Social Media sind noch nicht endgültig beschlossen. Ein Gesetzestext mit den Details wird in Kürze erwartet, und es wird angenommen, dass sich das EU-Parlament sowie die Mitgliedstaaten mit dem Thema befassen müssen, bevor eine endgültige Einigung erzielt werden kann.
Quellen: Bild, Tagesspiegel
Bildquelle: Sandro Halank, Wikimedia Commons via Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.