Die Unterstützung für die AfD durch einen CDU-Politiker wirft Fragen auf. Bernd Prange, ein Ortsbürgermeister in Sachsen-Anhalt, hat öffentlich angekündigt, am 6. September für die Rechtsaußen-Partei zu stimmen. In einem Schreiben, das als „offener Brandbrief“ bezeichnet wurde, äußerte er seine Unzufriedenheit mit der CDU und kritisierte deren politische Ausrichtung.
Kritik an der eigenen Partei
Prange, der seit 2010 die Gemeinde Altmärkische Höhe mit etwa 1.700 Einwohnern leitet, erklärt, dass er in der CDU immer weniger von seinen konservativen Werten vertreten sieht. Er betont:
„Meine konservativen Werte – Leistung, Ordnung, Sicherheit, nationale Souveränität, wirtschaftliche Vernunft und der Schutz unserer kulturellen Identität – finde ich in der CDU immer weniger vertreten.“
In seinem Schreiben ruft er dazu auf, dass auch andere Konservative seiner Linie folgen und ebenfalls die AfD wählen. Diese Entwicklung könnte Teil der politischen Umwälzungen in Sachsen-Anhalt sein.
Vorwürfe gegen die CDU
Im Brief äußert Prange außerdem, dass die CDU sich „Schritt für Schritt“ nach links bewege und eine Zusammenarbeit mit als „linksradikal“ bezeichneten Kräften akzeptiere. Er führt jedoch keine spezifischen Beispiele für diese Zusammenarbeit an und äußert seine Besorgnis, dass Teile der CDU ihre eigenen ideologischen Überzeugungen verraten könnten.
„Ich habe die berechtigte Sorge, dass Teile der CDU dieses Land und ihre eigene Partei an die Linken verraten und verkaufen“,
so Prange.
Spenden an die AfD
Zusätzlich zu seiner Wahlaufforderung hat Prange nach eigenen Angaben bereits mehrere tausend Euro an die AfD gespendet.
„Ich habe in den vergangenen Wochen insgesamt 10.000 Euro an die AfD in Sachsen-Anhalt gespendet – zweimal 5000 Euro. Das war keine spontane Entscheidung und erst recht keine Leichtfertigkeit. Es war ein bewusster, nach reiflicher Überlegung gefasster Schritt aus tiefer Sorge um unser Land“,
erklärt der Kommunalpolitiker. Diese Spenden könnten auch im Kontext der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt betrachtet werden.
Reaktionen aus der CDU
Die Äußerungen von Prange haben bereits für Aufsehen innerhalb der CDU gesorgt. Der Generalsekretär der Partei in Sachsen-Anhalt, Mario Karschunke, kündigte an, dass mögliche Konsequenzen für Prange geprüft werden. Er betonte:
„Wir nehmen die Berichterstattung um eine mögliche Spende eines CDU-Mitglieds aus dem CDU-Kreisverband Stendal sehr ernst.“
Sollte sich der Vorgang bestätigen, könnte ein Parteiausschlussverfahren gegen Prange eingeleitet werden.
Umfragewerte und weitere Parteien
Aktuelle Umfragen zeigen, dass die AfD in Sachsen-Anhalt mit 42,0% deutlich vor der CDU liegt, die nur 22,0% erreicht. Die Umfrage, die zwischen dem 31. Juli und dem 6. August durchgeführt wurde, zeigt ebenfalls, dass die Linke mit 13,0%, die SPD mit 6,0% und die Grünen mit 4,0% ebenfalls im Rennen sind, während die FDP 4,0% erzielt. Am 6. September steht die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt an, bei der eine neue Regierung gewählt wird. Die Frage bleibt, ob Wagenknecht durch Höckes Angebot in Thüringen Ministerpräsidentin werden kann.
Die CDU-Spitzenpolitiker, darunter der Parteivorsitzende Friedrich Merz und der Spitzenkandidat Sven Schulze, haben eine Zusammenarbeit mit der AfD jedoch wiederholt ausgeschlossen. In einer Umfrage von Infratest dimap lag die AfD Ende Juli bei 41%, während die CDU mit einem deutlichen Rückstand von 24% abschloss.
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Quellen: n-tv
Bildquelle: Ziko #noAfD van Dijk via Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)
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