Bundesregierung weicht Lawrows Drohungen gegen Unterstützer der Ukraine entschieden zurück
Die Bundesregierung hat die jüngsten Drohungen aus Russland, die sich gegen die Unterstützer der Ukraine richten, scharf zurückgewiesen. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amts in Berlin betonte, dass derartige Äußerungen gegenüber EU- oder NATO-Partnern nicht neu sind. Sie stellte klar, dass man sich von diesen Drohungen nicht beeindrucken lasse und die Unterstützung für die Ukraine unvermindert fortsetzen werde.
Diese Äußerung erfolgte im Kontext einer Warnung des russischen Außenministers Sergej Lawrow, der angekündigt hatte, Russland werde seine Methoden verschärfen, um alles zu zerstören, was Kiews Kriegsmaschinerie aus dem Westen unterstütze. Lawrow erklärte: „Wir werden unsere Methoden stark verschärfen, um all das zu zerstören, was Kiews Kriegsmaschine aus dem Westen speist. Und wir tun dies bereits.“ Diese Drohung wird als ernstzunehmend angesehen, insbesondere im Hinblick auf die aktuelle geopolitische Situation.
Politische Reaktionen auf Lawrows Äußerungen
Marie-Agnes Strack-Zimmermann, die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Europaparlament, forderte eine entschiedene Reaktion Deutschlands auf Lawrows Drohungen. Sie wies darauf hin, dass Deutschland sich selbst so aufstellen müsse, dass die Drohungen wirkungslos bleiben. Des Weiteren müsse die Ukraine mit allen verfügbaren Mitteln weiterhin unterstützt werden.
Die SPD-Verteidigungsexpertin Siemtje Möller wertete Lawrows Drohungen als Zeichen einer zunehmenden Verzweiflung des russischen Regimes. Sie verwies auf die ausbleibenden Erfolge an der Front und die zahlreichen Drohneneinsätze der Ukraine im russischen Hinterland, die die russische Wirtschaft erheblich belasten. Möller appellierte dazu, sich durch diese martialischen Drohungen nicht provozieren oder einschüchtern zu lassen.
Zusammenhang mit Vorfall am Flughafen Leipzig
Die Äußerungen von Lawrow stehen im Zusammenhang mit einem Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle, wo eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt wurde. Diese Drohne fand sich in der Nähe mehrerer ukrainischer Frachtflugzeuge, die im Rahmen militärischer Hilfslieferungen für die Ukraine eingesetzt werden. Der Flughafen hat sich als bedeutender Umschlagplatz für solche Lieferungen etabliert, was Verdacht auf Russland lenkt. Moskau warnt London vor den Folgen dieser Entwicklungen.
Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums stellte klar, dass es einen kontinuierlichen Prozess zur Gewährleistung bestmöglicher Sicherheit für die militärische Unterstützung der Ukraine gibt. Er betonte die enge Abstimmung der Bundesregierung mit ukrainischen Partnern, um die Sicherheit der Lieferungen zu garantieren. Zu den Schutzmaßnahmen gehört, dass keine Informationen zu Einzelheiten der Lieferungen, Zeitplänen oder Mengen veröffentlicht werden, um Unsicherheiten zu vermeiden.
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Quellen: n-tv, Tagesspiegel
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