Nach fast zwei Jahrzehnten der Planung und zahlreichen Rückschlägen hat George Lucas endlich sein eigenes Museum in Los Angeles eröffnet. Das „Lucas Museum of Narrative Art“ wird am 22. September im Exposition Park seine Türen öffnen und bietet neben Exponaten aus dem „Star Wars“-Universum auch eine Vielzahl an Kunstwerken aus anderen Bereichen.
Ein langer Weg zur Eröffnung
Bei einer Vorbesichtigung des Museums äußerte sich Lucas, der selten vor Publikum spricht, über die Herausforderungen, die er auf dem Weg zur Eröffnung überwinden musste. „Nun, es war ein langer Weg“, sagte er in einem der Kinosäle des neuen Gebäudes. „Mittlerweile sind es etwa 17 Jahre, in denen ich aus Städten vertrieben wurde und versucht habe, dieses Projekt zu verwirklichen.“ Ursprünglich war das Museum für Chicago geplant, bevor auch San Francisco als möglicher Standort in Betracht gezogen wurde. Letztendlich fand Lucas jedoch in Los Angeles den idealen Platz für sein Vorhaben.
Ein einzigartiges Kunstprojekt
Das Museum, das Lucas gemeinsam mit seiner Frau Mellody Hobson finanziert hat, soll die Arbeit von Illustratoren und Künstlern würdigen, die oft nicht die Anerkennung erhalten, die sie verdienen. „Das Lucas Museum ist der Kunst des Volkes gewidmet“, erklärte Hobson. Lucas betonte, dass narrative Kunst eine Gemeinschaft von Menschen schaffe, die zusammenarbeiten und Großes erreichen können.
Vielfältige Sammlungen und Ausstellungen
Auf einer Fläche von 9000 Quadratmetern werden mehr als 40.000 Werke aus der Gründungssammlung präsentiert. Lucas sammelt seit über fünf Jahrzehnten und die verschiedenen Galerien sind thematisch gegliedert, darunter „Abenteuer“, „Kino“, „Architektur“, „Fotografie“ und „Science-Fiction“. Zu den ausgestellten Werken zählen Gemälde von Künstlern wie Frida Kahlo und Norman Rockwell sowie Comics und Manga-Zeichnungen.
Besondere Attraktionen im Museum
Obwohl Lucas in seiner Ansprache „Star Wars“ nicht erwähnte, ist das Franchise dennoch Teil des Museums. Die Ausstellung „Star Wars in Motion“ zeigt verschiedene Fahrzeuge und Requisiten aus den ersten sechs Filmen der Reihe. Darüber hinaus bietet das Museum eine Vielzahl von Einrichtungen, darunter zwei Kinos, eine Bibliothek, ein Café, Veranstaltungsräume und einen Museumsshop.
Ein innovatives Design
Das futuristische Design des Museums stammt von dem Architekten Ma Yansong, der sich von der Natur inspirieren ließ. Das Gebäude, das wie ein schwebendes Raumschiff wirkt, ist so konstruiert, dass es sich im Falle eines Erdbebens bis zu einem Meter bewegen kann. Der angrenzende Park, der eigens für das Museum angelegt wurde, beherbergt zahlreiche einheimische Pflanzen und Bäume und bietet einen hängenden Garten sowie einen Wasserfall.
Ein Ort der Inspiration
Die Museumsdirektorin Tracey Bates äußerte den Wunsch, dass das Museum bei den Besuchern, insbesondere bei jungen Menschen, die gleiche Begeisterung für Kunst und Kreativität wecken kann, die George Lucas vor 50 Jahren verspürte. „Wenn dieses Museum auch nur in einem einzigen jungen Geist denselben Funken der Fantasie entzündet, dann wird es die Mühe wert gewesen sein“, sagte Bates.
Quellen: n-tv
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