Tödlicher Erdrutsch an Müllkippe in Guinea fordert zahlreiche Menschenleben
In der Nacht von Samstag auf Sonntag kam es in Guinea zu einem verheerenden Erdrutsch an einer Müllkippe, bei dem mindestens 30 Menschen ums Leben kamen. Heftige Regenfälle führten dazu, dass der Müllberg abrutschte und mehrere Häuser im Vorort der Hauptstadt Conakry unter sich begrub. Zudem wurden mindestens 22 Personen verletzt, darunter sechs schwer.
Die Rettungsmaßnahmen sind nach wie vor im Gange. Premierminister Amadou Oury Bah besuchte den Unglücksort und sprach den Hinterbliebenen sein Beileid aus. Berichten zufolge hatte die Regierung in den Wochen vor dem Unglück eine Räumung und Sicherung der Deponie im Viertel Dar-es-Salam, einer der ärmsten Gegenden von Conakry, geplant. Bereits im Jahr 2017 ereignete sich an derselben Stelle ein ähnlicher Vorfall, bei dem neun Menschen starben.
Hintergrund zur Lage in Guinea
Trotz seines Reichtums an Bodenschätzen zählt Guinea zu den ärmsten Ländern weltweit. Mit etwa 15 Millionen Einwohnern ist das Land ein bedeutender Exporteur von Bauxit, dem Hauptrohstoff für die Aluminiumproduktion. Dennoch haben viele Menschen in Guinea nur eingeschränkten Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen wie Gesundheitsversorgung, Bildung, Strom und sauberem Trinkwasser. Diese Situation wird durch die anhaltenden Krisen in der Region, wie die Ebola-Epidemie in der DR Kongo, weiter verschärft.
Der im Exil lebende Oppositionspolitiker und ehemalige Regierungschef Cellou Dalein Diallo äußerte sich auf Facebook zu dem Unglück und bezeichnete es als besonders alarmierend, da die Schließung der Deponie für denselben Tag angekündigt war. Er forderte die Behörden auf, die Umstände, die zu dieser Tragödie führten, transparent zu untersuchen und die notwendigen Konsequenzen zu ziehen. In einem ähnlichen Zusammenhang wurde kürzlich über den Kollaps einer Goldmine in Zentralafrika berichtet, bei dem über 100 Menschenleben verloren gingen.
Folgen und Reaktionen
Die Tragödie hat in der Bevölkerung Besorgnis ausgelöst und wirft Fragen zur Sicherheit und zum Umgang mit Abfall in städtischen Gebieten auf. Die Behörden stehen unter Druck, Maßnahmen zu ergreifen, um ähnliche Vorfälle in der Zukunft zu verhindern. Die Rettungskräfte setzen ihre Arbeit fort, um weitere mögliche Opfer aus den Trümmern zu bergen.
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Quellen: n-tv, FAZ
Bildquelle: لαçkτδ ‣ Disk. • MP via Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.