Malaria-Fälle am Frankfurter Flughafen
Am Flughafen Frankfurt sind zwei Mitarbeiter an den Folgen einer Malaria-Infektion gestorben. Der erste Todesfall wurde bereits Anfang Juli gemeldet, während der zweite erst im August bekannt gegeben wurde. Das Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt hat diese Todesfälle bestätigt und festgestellt, dass die Infektionen durch Mückenübertragung aus einem Malariagebiet erfolgten. Frankfurter Flughafen: Malaria-Ausbruch mit einem Todesfall unter den Beschäftigten
Infektionsüberblick
Insgesamt wurden sechs Mitarbeiter des Flughafens infiziert, wobei bei allen die gefährlichste Form, Malaria tropica, festgestellt wurde. Die anderen vier Infizierten haben sich inzwischen erholt und erfolgreich behandelt werden können. Die Infektionen traten zwischen dem 4. und 6. Juli 2026 auf, wie das Robert Koch-Institut (RKI) berichtet.
Ursprüngliche Übertragung
Das Infektionsgeschehen wird einer Anophelesmücke zugeschrieben, die vermutlich mit einem Flugzeug nach Deutschland gelangte. Diese Mücken könnten im Frachtraum transportiert worden sein. Um die Situation im Griff zu behalten, hat der Flughafenbetreiber Fraport spezielle Mückenfallen aufgestellt, deren Fänge in einem Labor genauer untersucht werden.
Risikoeinschätzung der Behörden
Das Frankfurter Gesundheitsamt hat kürzlich erklärt, dass das Risiko einer weiteren Ausbreitung der Malaria unter der Bevölkerung als „vernachlässigbar“ gilt. Peter Tinnemann, der Leiter des Gesundheitsamtes, betonte, dass eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung nicht möglich sei. Malaria sei zwar eine ernste Erkrankung, jedoch gut behandelbar, wenn sie rechtzeitig erkannt wird. Masern-Todesfälle in Pennsylvania: Ein alarmierendes Comeback der Krankheit
Seltenheit der Flughafen-Malaria
Die sogenannte Flughafen-Malaria ist äußerst selten. Das RKI weist darauf hin, dass solche Infektionen auftreten können, wenn infizierte Mücken im Flugzeug oder im Gepäck transportiert werden. Der letzte dokumentierte Fall am Frankfurter Flughafen ereignete sich im Jahr 2023. Ärzte, die mit Personen arbeiten, die an interkontinentalen Flughäfen beschäftigt sind, sollten bei unklarem Fieber und fehlender Reiseanamnese auch an diese seltene Malaria-Form denken.
Präventionsstrategien
Das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass Malaria durch Mückenstiche übertragen wird und besonders bei bestimmten Risikogruppen zu schweren Krankheitsverläufen führen kann. Um eine Infektion zu verhindern, wird geraten, sich vor Mückenstichen zu schützen und, falls notwendig, prophylaktische Medikamente einzunehmen. Regina Ellwanger Berry, Ärztin des Gesundheitsamtes Frankfurt, hebt hervor, dass Flughafen-Malaria nicht zu den typischen Differentialdiagnosen gehört, die Ärzte bei Patienten ohne Reiseanamnese in Betracht ziehen sollten. Die gefährlichsten Tiere der Welt: Überraschende Rangliste der Todesursachen
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Quellen: n-tv, tagesschau
Bildquelle: Julius Weidenauer auf Pexels
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.