Ukrainische Behörden warnen vor ungenauen nordkoreanischen Raketen
Infolge der jüngsten Raketenlieferungen aus Nordkorea hat Russland den Einsatz dieser Waffensysteme intensiviert. Berichten zufolge wurden diese Raketen optimiert, um eine höhere Präzision zu erreichen. Trotzdem melden ukrainische Quellen erhebliche Ungenauigkeiten in der Zielgenauigkeit.
Die ukrainischen Militärs haben analysiert, dass die neu gelieferten Raketen, die Russland von Nordkorea erhalten hat, nicht den erwarteten Präzisionsstandards genügen. Die Abweichungen in der Zielgenauigkeit können zwischen mehreren Hundert Metern und bis zu einem Kilometer liegen. Es handelt sich um die bereits zuvor eingesetzten ballistischen Raketen der Typen KN-23 und KN-24, die in der Vergangenheit bereits für tödliche Einsätze verantwortlich waren.
Der Militärexperte Oleksij Hetman äußerte sich im Radio zu den Raketen und wies darauf hin, dass die KN-23 und KN-24 laut ihren technischen Spezifikationen mit einer Abweichung von etwa 200 Metern rechnen müssen. Dies lässt darauf schließen, dass diese Raketen nicht als hochpräzise einzustufen sind. Die Ukraine kämpft gegen Mangel an Patriot-Raketen: Selenskyj äußert ernste Bedenken.
Frühere Einsätze und Modernisierungsversuche
Die genannten Raketentypen sind bereits vor einem Jahr zum Einsatz gekommen, wobei die Zielgenauigkeit damals nicht klar war. Nach einer Unterbrechung wurden die KN-23 und KN-24 erneut an Russland geliefert; Geheimdienstquellen sprechen von 120 Exemplaren. Hetman hebt hervor, dass die Modernisierung der Raketen nicht den gewünschten Erfolg erzielt hat, da die aktuellen Abweichungen auf technische Mängel hinweisen.
Eine Abweichung von bis zu einem Kilometer deutet darauf hin, dass möglicherweise technische Probleme bei den Raketen selbst vorliegen. Es wird vermutet, dass Russland bemüht ist, die Ursachen dieser Ungenauigkeiten zu erforschen und Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren.
Planung von Großangriffen und Einschränkungen in der Produktion
Robert Browdi, der Kommandeur der ukrainischen Drohnenstreitkräfte, informierte kürzlich darüber, dass Russland im Rahmen geplanter Großangriffe bis zu 200 ballistische Raketen und Marschflugkörper einsetzen möchte. Bisher lag die maximale Anzahl bei 77. Laut Hetman ist Russland auf die nordkoreanische Unterstützung angewiesen, da die eigene Rüstungsindustrie nicht in der Lage ist, solche Mengen herzustellen. Die ukrainische Drohnenstrategie: Kosteneffizienz im Fokus des Krieges gegen Russland.
Ein Angriff mit bis zu 200 Raketen könnte maximal einmal im Monat stattfinden. Aktuell wird die Produktionskapazität der häufig verwendeten Iskander-M-Raketen auf 70 bis 80 Einheiten pro Monat geschätzt. In den Beständen befinden sich nur noch etwa 150 dieser Raketen.
Änderungen in der Rüstungsproduktion
Hetman informiert außerdem, dass Russland die Fertigung des Marschflugkörpers Ch-32 sowie der Kinschal-Hyperschallrakete eingestellt hat, um Ressourcen für die Produktion der Iskander-M-Raketen freizusetzen. Gleichzeitig wurde die Produktion ballistischer Raketen um 10 bis 15 Prozent gesteigert.
Die jüngsten Angriffe auf die Ukraine haben zu vielen Opfern geführt. Die ballistischen Raketen stellen eine große Schwachstelle für die ukrainische Verteidigung dar, insbesondere im Hinblick auf den Mangel an Patriot-Flugabwehrraketen. US-Behörden warnen vor möglichen russischen Offensive gegen die NATO in naher Zeit.
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Quellen: n-tv, Der Spiegel
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