Die Entscheidung von Donald Trump, eine neue Klasse von atomgetriebenen Kriegsschiffen nach seinem eigenen Namen zu benennen, wirft Fragen auf und stößt auf heftige Kritik. Die damit verbundenen Kosten könnten die bisherigen Rekorde sprengen und die US-Marine vor neue Herausforderungen stellen.
Hohe Ausgaben für die US-Marine
Die von Trump angestrebte Schiffsklasse könnte mit Gesamtausgaben von bis zu 275 Milliarden Dollar, was rund 238 Milliarden Euro entspricht, die teuersten Kriegsschiffe in der Geschichte der USA werden. Dies geht aus einem Bericht der Congressional Budget Office (CBO) hervor, der dem US-Kongress in finanziellen und wirtschaftlichen Fragen beratend zur Seite steht. Die hohen Kosten für die Bundeswehr-Fregatten könnten ähnliche Diskussionen auslösen.
Kosten der einzelnen Schiffe
Für das erste der neuen atomgetriebenen Schiffe wird ein Preis von etwa 23,4 Milliarden Dollar veranschlagt. Die nachfolgenden Schiffe, die bis zum Jahr 2056 in Dienst gestellt werden sollen, kosten im Durchschnitt 18 Milliarden Dollar pro Stück. Zum Vergleich: Der derzeit größte Flugzeugträger der US-Marine, die „USS Gerald R. Ford“, hatte einen Anschaffungspreis von etwa 13,3 Milliarden Dollar.
Ungewöhnliche Namensgebung
Die Benennung einer Schiffsklasse nach einem im Amt befindlichen Präsidenten ist ein unüblicher Schritt, da diese Ehre bislang traditionell US-Präsidenten vorbehalten war. Trump hatte seine Pläne für diese neue Kriegsschiffsklasse im Dezember verkündet. Diese Schiffe sollen nicht nur mit modernen Geschützen und Raketen ausgestattet werden, sondern auch mit neuartigen Waffensystemen, darunter Laser- und Hyperschallwaffen. Entwicklungen im Hyperschallbereich könnten dabei eine entscheidende Rolle spielen. Darüber hinaus ist eine Bestückung mit nuklear bewaffneten seegestützten Marschflugkörpern vorgesehen.
Größenvergleich und strategische Implikationen
Die neuen Schiffe werden mit einer Verdrängung von 30.000 bis 40.000 Tonnen konstruiert und damit deutlich größer als die aktuell eingesetzten Zerstörer und Kreuzer. Dennoch werden sie kleiner sein als die berühmten Schlachtschiffe der „Iowa“-Klasse, die bis in die 1990er Jahre im aktiven Dienst waren. Angesichts der Tatsache, dass die USA im Hinblick auf die Anzahl ihrer Kriegsschiffe hinter China zurückgefallen sind, das in rasantem Tempo neue Schiffe baut, könnte diese Initiative eine Reaktion auf die wachsende militärische Präsenz Chinas im globalen Kontext darstellen. Zudem sind die strategischen Folgen des Iran-Konflikts für die USA und Europa nicht zu vernachlässigen.
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Quellen: n-tv
Bildquelle: Bildquelle: Michael Afonso auf Unsplash
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