Die Entscheidung zur Auflösung des militärischen Bündnisses der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF), das von kurdischen Kräften angeführt wird, wurde bekannt gegeben. Maslum Abdi, der Kommandeur der SDF, erklärte, dass die Mission des Bündnisses nun für abgeschlossen gehalten wird. In Zukunft wird die SDF in die staatlichen Strukturen Syriens integriert, was auch die Auflösung der kurdischen Selbstverwaltungsbehörde bedeutet. Diese wird ebenfalls in die offiziellen Institutionen eingegliedert. Abdi hob hervor, dass der Fokus jetzt auf den Wiederaufbau Syriens und nicht mehr auf der Verteidigung liegt.
Im Januar wurde bereits ein Abkommen zwischen der SDF und der Übergangsregierung unter Präsident al-Scharaa unterzeichnet, das die Eingliederung der SDF in den syrischen Staat regelt. Al-Scharaa erließ im Zuge dieses Abkommens ein Dekret, das bestimmten Minderheitenrechten der Kurden Rechnung trägt. So wurde Kurdisch zur offiziellen Sprache neben Arabisch erklärt, und Nowruz erhielt den Status eines nationalen Feiertags. Darüber hinaus bekamen viele Kurden in der nordostsyrischen Provinz Hassakeh ihre Staatsbürgerschaft zurück. Die offizielle Auflösung der SDF stellt für die Regierung in Damaskus einen erheblichen Fortschritt dar.
Früher waren die SDF ein wichtiger Partner der Vereinigten Staaten im Kampf gegen den Islamischen Staat. Mit dem Sturz von Präsident Baschar al-Assad im Dezember 2024 kam es jedoch zu einem Wandel in den Beziehungen, und Washington suchte engere Kontakte zur neuen Regierung in Damaskus. Diese Entwicklung verdeutlicht die sich wandelnde politische Landschaft Syriens und deren Auswirkungen auf die kurdische Bevölkerung. Die Erleichterung der Geschäfte in Syrien durch die USA ist ein weiterer Aspekt, der die Situation beeinflusst.
Auf die intensiven Kämpfe, die die Region erschütterten, folgte die Vereinbarung eines Waffenstillstands zwischen der SDF und der Übergangsregierung Syriens. Aktuell bleibt die Situation angespannt, während die Integration der SDF in die staatlichen Strukturen Syriens fortschreitet.
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Quellen: tagesschau, FAZ
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