Im Kontext der anhaltenden Spannungen zwischen Russland und den westlichen Staaten haben Nato-Kampfflugzeuge über Litauen eine Drohne abgeschossen. Dies wurde von der litauischen Regierung bestätigt. Präsident Gitanas Nauseda äußerte sich auf der Plattform X und bedankte sich bei den Einsatzkräften der Allianz für ihre zügige Reaktion. Er betonte, dass die Verteidigungsbereitschaft in Anbetracht der „zunehmenden Aggression Russlands gegen die Ukraine“ für die Region von entscheidender Bedeutung sei. Nauseda fügte hinzu, dass Litauen gemeinsam mit seinen Nato-Verbündeten den Luftraum verteidigen werde.
Nach Informationen des litauischen Krisenmanagementzentrums NKVC landete die Drohne in einer ländlichen Gegend in der Nähe des Kaunas-Sees im Zentrum des Landes. Details zur Herkunft der Drohne wurden zunächst nicht bekannt gegeben.
Regionale Sicherheitslage und Reaktionen
Litauen, das an die russische Ostsee-Exklave Kaliningrad sowie an Belarus grenzt, sieht sich seit dem Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine einer erhöhten Bedrohung ausgesetzt. Laut Angaben des litauischen Militärgeheimdienstes gibt es Hinweise darauf, dass Russland möglicherweise Angriffe auf kritische Infrastrukturen in den baltischen Staaten plant. In diesem Zusammenhang plant Deutschland erweiterte Geheimdiensthilfe für Kiew nach Drohnenangriff.
Polen verstärkt Luftabwehrmaßnahmen
In Reaktion auf die Situation hat Polen ebenfalls Maßnahmen zur Sicherung seines Luftraums ergriffen. Die polnische Regierung gab den Beginn von „Lufteinsätzen“ bekannt, um auf die Aktivitäten von jet-angetriebenen Drohnen der Russischen Föderation zu reagieren, die Angriffe auf ukrainisches Gebiet durchführen. Diese präventiven Schritte sollen den Luftraum insbesondere in den angrenzenden Regionen schützen.
Drohnenvorfälle in den baltischen Staaten
Die baltischen Staaten, einschließlich Litauen, Estland und Lettland, haben sich als starke Unterstützer der Ukraine positioniert. In den letzten Monaten kam es immer wieder zu Berichten über Drohnen, die in ihren Luftraum eindrangen. Im Mai wurde in Vilnius, der Hauptstadt Litauens, aufgrund eines Drohnenalarms erstmals seit Beginn des russischen Angriffskriegs eine Schutzanweisung für die Bevölkerung und die Regierung erlassen. Das öffentliche Leben kam kurzzeitig zum Stillstand, während die Staatsführung in Sicherheit gebracht wurde. Zwei Tage zuvor war eine mutmaßlich ukrainische Drohne über litauischem Gebiet abgestürzt. Zudem laufen Ermittlungen zum gescheiterten Anschlag am Flughafen Leipzig, wo eine weitere Drohne entdeckt wurde.
Zusätzlich baut die Bundeswehr derzeit eine deutsche Panzerbrigade in Litauen auf. Dieser Kampfverband, der aus 4.800 Soldaten besteht, soll bis 2027 einsatzbereit sein. Ostsee: Dobrindt kündigt Taskforce zur Abwehr hybrider Bedrohungen an.
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Bildquelle: Leon Aschemann auf Pexels
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