Unwetter in Südtirol: Heftige Regenfälle führen zu massiven Überschwemmungen
In Südtirol hat ein starkes Unwetter, das durch heftige Regenfälle gekennzeichnet ist, zahlreiche Feuerwehr-Einsätze und erhebliche Sachschäden verursacht. Insbesondere am Montag wurden die Regionen Gsieser- und Passeiertal im nördlichen Südtirol von heftigen Gewittern heimgesucht, die mit großen Wassermengen einhergingen. Der Landesfeuerwehrverband meldete die kritische Lage über soziale Medien.
Besonders betroffen war der Abschnitt zwischen St. Martin und St. Magdalena, wo ein Bach über die Ufer trat und große Mengen Wasser, Geröll und Gestein mit sich führte. Diese Situation führte nicht nur dazu, dass Wasser in Gebäude eindrang, sondern auch, dass Straßen und Felder überflutet wurden. Die starken Wassermassen richteten zudem Schäden an mehreren Brücken an.
Regionale Stromausfälle und Überflutungen
Die Feuerwehr berichtete außerdem von mehreren Stromausfällen in der Region. In einigen Kellern und Tiefgaragen stand das Wasser bis zu 15 Zentimeter hoch. Trotz der massiven Niederschläge und der damit verbundenen Zerstörung blieben Verletzungen, nach Angaben der Einsatzkräfte, glücklicherweise aus.
Meteorologe Dieter Peterlin gab eine Einschätzung der Wetterlage ab und wies darauf hin, dass in einigen Gebieten Regenmengen von bis zu 60 Litern pro Quadratmeter registriert wurden. Zusätzlich trugen Hagelschauer zur Verschärfung der Situation bei.
Unwetter auch in weiteren italienischen Regionen und Europa
Die Unwetter in Italien sind nicht auf Südtirol beschränkt. Auch andere Regionen sind stark betroffen. In der Lombardei wurde aufgrund der Schäden durch starke Regenfälle und stürmische Böen der Notstand ausgerufen. Für diese Region gilt eine Wetterwarnung der Stufe gelb.
In Frankreich kam es ebenfalls zu schwerwiegenden Unwettern. Im südfranzösischen Dorf Pomas bei Carcassonne wurden mehr als 40 Menschen von einem Tornado verletzt, darunter eine schwangere Frau, deren Haus während des Tornados einstürzte. Die Region verzeichnete etwa 300 beschädigte Häuser.
Prognosen für Deutschland: Gewitter und Starkregen stehen bevor
Für Deutschland wird am Dienstag ebenfalls mit Gewittern und Starkregen gerechnet. Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) könnten insbesondere im Südwesten von Baden-Württemberg und in den Alpen bis zu 20 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. Hagel und Sturmböen werden ebenfalls erwartet. Am Mittwoch sind im Bergland weitere Gewitter mit Starkregen und Hagel möglich, während sich im Westen des Landes Gewitterzellen bilden könnten.
Die gegenwärtigen Wetterbedingungen und die damit verbundenen Risiken erfordern besondere Vorsicht. Die Behörden empfehlen, sich über die aktuelle Wetterlage zu informieren und entsprechende Schutzmaßnahmen zu treffen. Zudem sind die dramatischen Unwetter im Westen nicht zu unterschätzen, wie die tragischen Auswirkungen zeigen.
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Quellen: t-online, Merkur
Bildquelle: BFV Radkersburg via Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.0)
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