Die Schaffung des größten Flugzeugträgers der Welt, der USS John F. Kennedy, steht vor einer entscheidenden Herausforderung. Trotz noch erforderlicher Arbeiten und Systeminstallationen hat das Schiff eine bedeutende Etappe auf dem Weg zur Übergabe an die US Navy im Frühjahr 2027 erreicht.
Die USS John F. Kennedy hat ihre Abnahmefahrten im Atlantik erfolgreich abgeschlossen und damit eine der letzten großen Hürden genommen. Der neue atomgetriebene Flugzeugträger, der durch jahrelange Verzögerungen gekennzeichnet ist, soll nach Angaben der US-Militärzeitung „Navy Times“ am 12. August 2026 von der Werft Newport News Shipbuilding im Bundesstaat Virginia auslaufen und die Testphase am 15. August erfolgreich beenden.
Testaktivitäten auf See: Anforderungen erfüllt
Während der vier Tage andauernden Testfahrten wurden verschiedene Manöver durchgeführt, an denen sowohl Marinepersonal als auch Werftmitarbeiter beteiligt waren. Das Programm wurde vom Board of Inspection and Survey geleitet, welches die Schiffe vor ihrer offiziellen Übernahme überprüft. Unter den getesteten Aspekten befanden sich:
- Manöver bei hoher Geschwindigkeit
- Präzises Ankern
- Einsätze mit kleineren Booten
Kapitän Mark Johnson, der Programmmanager für den Neubau von Flugzeugträgern, äußerte sich positiv über die Leistung der Besatzung:
„In den vergangenen Tagen hat die Besatzung der künftigen USS John F. Kennedy außergewöhnlich gut gearbeitet.“
Auch Derek Murphy von Newport News Shipbuilding betonte die Bedeutung dieser Testfahrten:
„Es ist eine Ehre, mit der Kennedy in See zu stechen und die Qualitätsarbeit und den Einsatz unserer Schiffbauer zu demonstrieren.“
Herausforderungen seit der Taufe im Jahr 2019
Die USS John F. Kennedy, das zweite Schiff der Gerald-R.-Ford-Klasse, misst 337 Meter in der Länge und hat ein Verdrängungsgewicht von 100.000 Tonnen. Mit einer Beschaffungskosten von 13,2 Milliarden US-Dollar (rund 11,4 Milliarden Euro) ist es neben der USS Gerald R. Ford das größte Kriegsschiff der Welt. Die Taufe fand am 7. Dezember 2019 statt, nachdem das Schiff bereits am 29. Oktober 2019 vom Stapel lief. Ursprünglich war die Auslieferung für Juli 2025 geplant, jedoch kam es zu mehreren Verzögerungen.
Die Ursachen für diese Verzögerungen sind laut Marine-Haushaltsunterlagen hauptsächlich in zwei Bereichen zu finden:
- Probleme bei der Zertifizierung des Fangsystems für landende Flugzeuge, welches dafür sorgt, dass Jets nach der Landung schnell zum Stillstand kommen.
- Zusätzliche Arbeiten an den Aufzügen für Munition und Waffen, die für den Transport von Bomben, Raketen und anderen Materialien vom Inneren des Schiffs zum Flugdeck zuständig sind. Diese Herausforderungen sind nicht untypisch für moderne Militärschiffe.
Letzte Schritte vor der endgültigen Übergabe
Nach den Abnahmefahrten kehrte die USS John F. Kennedy in die Werft zurück, wo weitere Arbeiten anstehen. Dazu zählt eine vorläufige Abnahme sowie das Contractor Fitting Out, bei dem Ausrüstung überprüft, Material erfasst und Vorräte geladen werden. Laut „MotorBiscuit“ kann dieser Abschnitt bis zu sechs Monate in Anspruch nehmen. Zudem müssen noch vier moderne Waffenaufzüge fertiggestellt werden, die neue Technologien für die Ford-Klasse bereitstellen, wie elektromagnetische Startsysteme und eine verbesserte elektrische Leistungsfähigkeit an Bord. Die Entwicklungen in der US-Marine sind dabei von großer Bedeutung.
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Quellen: Focus
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.