Ätna-Ausbruch: Flugverkehr auf Sizilien stark gestört
Der Ätna, einer der aktivsten Vulkane in Europa, hat erneut massive Störungen auf Sizilien verursacht. Eine dichte Aschewolke, die sich aus dem Vulkan erhebt, hat den Flughafen Catania, der am Fuß des Berges liegt, erheblich beeinträchtigt. Dieser Flughafen, ein wesentlicher Knotenpunkt für Reisende auf der Insel, ist seit rund einer Woche aufgrund des Ausbruchs und der Aschewolken größtenteils lahmgelegt. Immer wieder wird der Flughafen vollständig geschlossen.
In der Folge wurden Hunderte von Flügen gestrichen oder umgeleitet. Reisende, die am Flughafen festsaßen, mussten oft in überfüllten Wartebereichen übernachten. Aktuell hat sich die Situation am Flughafen etwas entspannt, da nur noch Passagiere ankommen, für die eine Abfluglösung gefunden wurde.
Alternative Abflugmöglichkeiten von Palermo
Für viele Passagiere, die umgebucht werden mussten, erfolgt der Transport zu anderen Flughäfen, unter anderem nach Palermo, mit Bussen. Einige Reisende haben es geschafft, selbstständig neue Flüge ab Palermo zu buchen, um ihre Heimreise zu beginnen. Die Anreise zum Flughafen Palermo gestaltet sich jedoch als herausfordernd. Die direkte Zugverbindung zwischen Catania und Palermo ist wegen Bauarbeiten unterbrochen, während Züge über Messina stark überfüllt sind. Auch die Verbindungen zum Festland sind betroffen.
Ein italienischer Schauspieler, der am Flughafen Catania festsaß, berichtete über soziale Medien von überhöhten Preisen für einen Shuttle-Bus nach Palermo, die sich auf etwa 700 Euro für eine Strecke von rund 200 Kilometern belaufen.
Touristen und Einheimische beobachten den Vulkan
Trotz der Gefahren zieht der Ätna zahlreiche Schaulustige an, die so nah wie möglich an die Krater gelangen möchten. Sowohl Touristen als auch Einheimische sind von den aufsteigenden Aschewolken und der glühenden Lava, die den Berg hinunterfließt, fasziniert. Eine Beobachterin äußerte, dass dieser Anblick sehr bewegend sei und nie langweilig werde.
Vulkanologe informiert über die Gefahren
Um die Gefahren des Ausbruchs besser zu verstehen, wurde Boris Behncke, ein Vulkanologe vom Nationalen Institut für Geophysik und Vulkanologie in Catania, kontaktiert. Er befindet sich gegenwärtig auf dem Osthang des Ätna in 1.400 Metern Höhe und hat ein Video von der Lava-Front geschickt. Behncke erklärt, dass momentan keine Gefahr durch die Lava für bewohnte Gebiete besteht, da die nächsten Ortschaften mehrere Kilometer entfernt liegen. Das Hauptproblem liegt in der Asche, die durch den Wind in Richtung Flughafen geweht wird und erhebliche Störungen verursacht.
Zunehmende Aktivität des Vulkans
Behncke beschreibt den aktuellen Ausbruch als ungewöhnlich und bemerkt, dass die Aktivität des Vulkans eher zunimmt als nachlässt. Diese Entwicklung könnte darauf hindeuten, dass es noch eine geraume Zeit dauern wird, bis der Flughafen Catania wieder regulär betrieben werden kann. Vulkanasche in der Luft stellt eine ernsthafte Gefahr für Flugzeuge dar, da sie in die Triebwerke eindringen und dort Blockaden verursachen kann. Zudem wird eine Rollbahn, die mit Vulkanasche bedeckt ist, rutschig, was das Risiko für Starts und Landungen erhöht.
Die Lage bleibt angespannt, und die Auswirkungen des Ätna-Ausbruchs auf den Flugverkehr sowie die Reisenden sind weiterhin spürbar.
Zusätzlich wurde die höchste Alarmstufe wegen der explosiven Aktivität des Ätna ausgerufen, was die Situation weiter verschärft. Auch die Vulkanaktivität in anderen Regionen, wie beispielsweise in Guatemala, ist ein Thema von wachsendem Interesse. Der Volcán de Fuego hat ebenfalls für Aufsehen gesorgt.
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Quellen: tagesschau, Der Spiegel
Bildquelle: Bildquelle: Music Meets Heaven auf Unsplash
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.