Hüller thematisiert Identität und Heimat
Die Schauspielerin Sandra Hüller, in Thüringen geboren, hat sich in der Filmbranche einen Namen gemacht und zählt mittlerweile zu den gefragtesten deutschen Darstellerinnen in Hollywood. In ihrem aktuellen Film „Vaterland“, der am 3. September seine Premiere feiert, spielt sie die Rolle von Erika Mann, der Tochter des berühmten Schriftstellers Thomas Mann. Der Film beleuchtet Manns Rückkehr nach Deutschland im Jahr 1949 und wirft einen eindrucksvollen Blick auf die komplexe Beziehung zur eigenen Heimat.
Die eigene Identität und die damit verbundene Verantwortung
In einem Interview erklärte Hüller, dass sie ihre Identität nicht primär als Deutsche definiert, sondern sich vielmehr als „thüringische Europäerin“ oder „europäische Thüringerin“ sieht. Dennoch betont sie, dass ihre Herkunft aus Deutschland mit einer Verantwortung verbunden sei, die sie nicht einfach ignorieren könne. Diese Verantwortung bildet für sie einen zentralen Bestandteil ihrer Identität.
Grenzen der persönlichen Verantwortung
Die Schauspielerin machte deutlich, dass es für sie auch Grenzen dieser Verantwortung gibt. Sie könne sich nicht ständig für die politischen Entscheidungen in Thüringen rechtfertigen. Dennoch bleibt ihre Verbindung zur Region stark, da sie regelmäßig ihre Familie besucht und sich intensiv mit dem Thema Heimat auseinandersetzt.
Diskussionen über die deutsche Geschichte
Hüller berichtet, dass sie während ihrer Gespräche mit Menschen anderer Herkunft häufig mit ihrer deutschen Identität konfrontiert wird. Diese Diskussionen beziehen sich oft auf die deutsche Politik, vergangene und gegenwärtige. Für Hüller ist dies ein Teil ihrer Identität und der Verantwortung, die sie als Künstlerin empfindet.
Herkunft aus der ehemaligen DDR
Die 1978 in Suhl geborene Hüller, die in der Nähe von Rudolstadt aufwuchs, denkt auch über ihre Wurzeln in der ehemaligen DDR nach. Auf die Frage, ob sie das Gefühl habe, nach Hause kommen zu können, antwortet sie, dass dies nicht möglich sei, da das Land, aus dem sie stammt, nicht mehr existiere. Diese Aussage verdeutlicht die vielschichtige Beziehung, die sie zu ihrer Heimat und zur deutschen Identität hat.
Fazit
Kurz gesagt, Sandra Hüllers Sichtweise auf ihre Identität und Verantwortung unterstreicht, wie tief die Themen Heimat und Herkunft in ihrem Leben verankert sind. Ihre Rolle in „Vaterland“ spiegelt nicht nur die Geschichte einer berühmten Familie wider, sondern beleuchtet auch die persönlichen Herausforderungen und Überlegungen einer Künstlerin, die sich mit ihrer eigenen Identität auseinander setzt.
Quellen: t-online, FAZ
Bildquelle: Martin Kraft via Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)
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