Die Stadt Aachen und die RWTH Aachen University haben eine neue Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, die die Grundlage für eine vertiefte Zusammenarbeit bildet. Diese Vereinbarung zielt darauf ab, die Entwicklung Aachens als Wissenschafts- und Innovationsstandort weiter voranzutreiben.
Die Kooperation umfasst fünf zentrale Handlungsfelder: die Förderung von Wissens- und Technologietransfer, die Unterstützung von Nachhaltigkeit und Transformation, die Steigerung der Attraktivität Aachens als Lebens- und Arbeitsort, die gemeinsame Entwicklung des Standorts sowie die stärkere Verknüpfung von Wissenschaft, Kultur und Lebensqualität.
Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons betont die Bedeutung der RWTH als Motor für Innovation und Zukunft. Er hebt hervor, dass die Stadt gemeinsam mit der Hochschule wissenschaftliche Exzellenz in neue Unternehmen und nachhaltige Wertschöpfung umsetzen möchte. Die Vereinbarung soll eine klare strategische Richtung für die Zusammenarbeit vorgeben.
Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Dr. h.c. mult. Ulrich Rüdiger, Rektor der RWTH Aachen, unterstützt diese Initiative und erklärt, dass die Hochschule an übergeordnete Ziele der Innovations- und Transformationspolitik anknüpfen möchte. Ziel ist es, wissenschaftliche Exzellenz in wirtschaftliche Wertschöpfung zu übersetzen und die internationale Sichtbarkeit Aachens zu erhöhen.
Die Zusammenarbeit erstreckt sich über verschiedene Bereiche, darunter Wissens- und Technologietransfer, Gründungsförderung und Fachkräftesicherung sowie nachhaltige Stadt- und Campusentwicklung. Aachen verfügt über herausragende Kompetenzen in Zukunftsfeldern wie Künstlicher Intelligenz, Robotik, Quantencomputing, Bioökonomie und Raumfahrt. Stadt und RWTH beabsichtigen, diese Stärken in Innovation und Unternehmensentwicklung zu nutzen. Ein Beispiel für diese Innovationskraft ist die Zukunft der Industrie in Aachen, bei der 180 Teilnehmer im Austausch waren.
Thomas Hissel, Beigeordneter für Wohnen, Soziales und Wirtschaft, hebt hervor, dass die wissenschaftliche Kompetenz in Aachen noch stärker zur Wirkung gebracht werden soll. Die Stadt plant, mit dem KRAFTWERK einen Ort zu schaffen, an dem Innovationsgeist und Unternehmertum gefördert werden.
Die Lebensqualität in Aachen ist für die Anwerbung und Bindung von Studierenden, Wissenschaftler*innen und Mitarbeitenden entscheidend. Thomas Trännapp, Kanzler der RWTH Aachen, betont die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen Stadt und Hochschule, um die zukünftige Entwicklung beider Institutionen zu unterstützen. In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu erwähnen, dass Aachen zu den zehn fortschrittlichsten digitalen Städten in Deutschland zählt.
Bereits jetzt zeigen konkrete Projekte, wie die Zusammenarbeit funktioniert. Der Campus West wird ein Raum für Wissenschaft und Innovation, während das Bushofquartier mit dem KRAFTWERK als Gründungsleuchtturm fungieren soll. Zudem arbeiten Stadt und RWTH gemeinsam an der Wissenschaftskommunikation, um Forschung und technologische Entwicklungen in der Stadt sichtbarer zu machen. Ein weiteres Beispiel für die aktive Stadtentwicklung ist Aachen im Wandel, wo Erkundungen zu Klima und Stadtentwicklung stattfinden.
Die Kooperationsvereinbarung ist als dynamischer Rahmen konzipiert, der kontinuierlich an neue Herausforderungen und Chancen angepasst wird. Die lange Tradition der Zusammenarbeit zwischen Stadt und RWTH, die 1996 mit einer ersten Vereinbarung begann und 2004 vertieft wurde, wird mit dieser neuen Vereinbarung fortgeführt und auf die kommenden Herausforderungen ausgerichtet.
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Quellen: aachen
Bildquelle: Aachen.de
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