Die neue Kindertagesstätte (KiTa) in Breitbenden, Aachen-Eilendorf, wurde in Holzmassivbauweise errichtet und zeichnet sich durch nahezu klimaneutrale Bau- und Betriebsweise aus. Nur zwei Jahre nach dem Spatenstich wurde das Gebäude fertiggestellt und blieb dabei unter dem vorgesehenen Budget. Die neue Einrichtung, die vom Deutschen Roten Kreuz betrieben wird, verbessert die Betreuungssituation in Aachen-Eilendorf erheblich.
Einzigartiges Bauprojekt in Aachen-Eilendorf
Seit Mitte dieses Jahres bereichert ein innovatives Gebäude das Wohngebiet Breitbenden. Die KiTa wurde in nur zwei Jahren und unter dem geplanten Budget realisiert. Aachens Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons äußerte sich bei der offiziellen Schlüsselübergabe begeistert über die besonderen Bauweisen: „Die neue KiTa Breitbenden in Eilendorf setzt in vielerlei Hinsicht Maßstäbe. Sie ist auf eine ganz besondere Art und Weise in Vollholz gebaut. Dabei ist nichts genagelt, nichts geleimt.“ Ziemons betonte die kindgerechte Gestaltung der Räume und die einladende Außengestaltung.
Nachhaltigkeit und innovative Bauweise
Die KiTa Breitbenden ist die erste städtische Einrichtung, die als „Nachhaltiger Bau“ zertifiziert wurde. Bei der Planung wurde eine CO²- und Öko-Bilanz sowie eine Lebenszykluskosten-Berechnung erstellt. Das Gebäude wurde nahezu klimaneutral errichtet und wird auch so betrieben. Zu den umweltfreundlichen Merkmalen zählen begrünten Schrägdächer, Photovoltaikanlagen und eine Minimierung versiegelter Flächen. Die versiegelten Dachflächen werden durch Regenwasserrückhaltung ausgeglichen, was zur Verbesserung des Mikroklimas beiträgt. Der Bau kostete nach aktuellen Berechnungen etwa 11,4 Millionen Euro und liegt im Rahmen der von der Bundesarchitektenkammer empfohlenen Orientierungswerte. Zudem wird die Neugestaltung der Klappergasse ebenfalls als Beispiel für nachhaltige Bauprojekte in der Region hervorgehoben.
Verbesserung der Betreuungssituation
Mit der neuen fünfgruppigen KiTa wird die Betreuungssituation für Familien im Stadtbezirk spürbar verbessert. Heinrich Brötz, Beigeordneter für Bildung, Jugend und Kultur, betonte die lange Diskussion über die Notwendigkeit dieser Einrichtung. Er äußerte sich zufrieden über die Schlüsselübergabe und hob hervor, dass die KiTa ein Schlüssel zu Bildung und Teilhabe für Kinder darstellt. Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler zeigte sich erfreut über die Integration der KiTa in das Wohnviertel und die positive Entwicklung des Neubaugebiets.
Innovatives Nutzungskonzept und Barrierefreiheit
Das Nutzungskonzept der KiTa umfasst Gruppen- und Nebenräume sowie Personalbereiche im Hauptbaukörper. Zusätzliche Einrichtungen wie Küche und Lager sind im seitlichen Anbau untergebracht. Im Erdgeschoss befinden sich drei der fünf Gruppenräume, die als modulare „Kinderhäuser“ konzipiert sind. Über eine zentrale Treppe oder einen Aufzug gelangt man in das Obergeschoss, wo sich weitere Gruppenräume und Personalbereiche befinden. Die KiTa ist barrierefrei gestaltet, mit einem schwellenlosen Hauptzugang und rollstuhlgerechten WCs in beiden Geschossen.
Attraktives Außengelände und Auszeichnungen
Das Außengelände der KiTa bietet zahlreiche Spielmöglichkeiten, darunter einen Wassermatschbereich, eine Nestschaukel, Klettergeräte und Sandspielbereiche. Das innovative Bauvorhaben wurde von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen als energieeffizientes Nichtwohngebäude ausgezeichnet. Die KiTa bietet insgesamt 80 Plätze, darunter 30 für Kinder unter drei Jahren und 50 für ältere Kinder.
Fakten zur KiTa Breitbenden
Bauweise: Holzmassivbauweise mit Zertifizierungsziel BNB-Silber
Gruppen: 5 Gruppenräume, 3 U3-Gruppen und 2 Ü3-Gruppen
Anzahl Plätze: 30 U3-Plätze und 50 Ü3-Plätze, insgesamt 80 Plätze
Baubeginn: Sommer 2024
Fertigstellung: Sommer 2026
Kosten: ca. 11,4 Millionen Euro
Netto-Raumfläche: ca. 1.179 m²
Architekten: pbs Architekten Planungsgesellschaft mbH, Aachen
Förderung: Bundesförderung Energieeffizientes Gebäude (BEG)
Träger: Deutsches Rotes Kreuz (DRK)
Für weitere Informationen und Bilder steht eine Online-Plattform zur Verfügung.
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Quellen: aachen
Bildquelle: Aachen.de
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